Aktuelle Lage der assistierte Reproduktion in Spanien

durch (leitender embryologe), (gynäkologe), (gynäkologe), (embryologin) Und (invitra staff).
Aktualisiert am 10/05/2019

Heute haben assistierte Reproduktionstechniken es Tausenden von Menschen ermöglicht, ihren Traum vom Elternsein zu verwirklichen.

In Industrieländern wie Spanien ist die Sterilitätsrate laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) um 5-10% höher als im Rest der Welt. Konkret hat in unserem Land jedes sechste Paar im reproduktiven Alter Probleme bei der Empfängnis.

Die Gründe für diesen Anstieg sind komplex zu analysieren, da es in vielen Fällen Faktoren geben kann, die beide Paare betreffen.

Es gibt noch weitere Gründe, warum immer mehr Frauen in Spanien zu einem Spezialisten für assistierte Reproduktion gehen: Wir sprechen von alleinerziehenden Müttern und lesbischen Frauen.

Ursachen der Unfruchtbarkeit in Spanien

Ein Paar hat Fruchtbarkeitsprobleme, wenn es nach einem Jahr sexueller Beziehung ohne Verhütungsschutz nicht schwanger wird. Diese Zeit verkürzt sich jedoch auf 6 Monate, wenn die Frau über 35 Jahre alt ist.

Vor allem gibt es zwei Gründe, warum die Rate der Unfruchtbarkeit in unserem Land gestiegen ist:

  • Höherer Prozentsatz im männlichen Faktor.
  • Soziale Veränderungen: Eingliederung von Frauen in die Arbeitswelt und Verzögerung der Mutterschaft.

Zweifellos ist das Alter der Frau die wichtigste Ursache für Sterilität in Spanien. Die Verzögerung der Mutterschaft führt zu einer Alterung der Eierstöcke, die zu einer Verringerung der Anzahl der Eier und zu einer schlechteren Qualität führt. Das fortgeschrittene mütterliche Alter spiegelt sich auch in einer höheren Fehlgeburtsrate wider, die auf die Zunahme genetischer Veränderungen in den Eiern zurückzuführen ist.

Weitere auffällige Ursachen für die Sterilität sind folgende:

  • Männliche Infertilität
  • Erkankungen in der Gebärmutter oder in den Eileitern
  • Ausbleibender Eisprung (Anovulation)
  • Probleme im Gebärmutterhals
  • Hormonelle Störungen
  • Unbekannte Ursache

Schließlich ist es wichtig zu beachten, dass die Lebensgewohnheiten unserer Gesellschaft wie Tabak und Alkohol, Umweltverschmutzung, Chemikalien usw. auch die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.

Angewendete Reproduktionstechniken

Es gibt viele Techniken der assistierten Reproduktion, die je nach Ursache der Sterilität angewendet sind.

In einigen Ländern ist es aufgrund der Gesetzgebung nicht möglich, alle Methoden durchzuführen. Spanien ist jedoch eines der Länder mit dem umfangreichsten und freizügigsten Gesetz über die assistierte Fortpflanzung: Wir sprechen über das Gesetz 14/2006.

Mit den Worten von Dr. Victor Villalobos:

Jeder kann sich einer assistierten Reproduktionsbehandlung unterziehen, solange er über 18 Jahre alt und in Vollbesitz seiner geistigen Kräfte ist, unabhängig von seinem Familienstand und seiner sexuellen Orientierung.

Die drei wichtigsten Methoden der assistierten Reproduktion, die täglich in Spanien durchgeführt werden, sind:

Die assistierte Reproduktion erfordert, wie jede medizinische Behandlung, dass Sie der Professionalität der Ärzte und der Klinik, die Sie wählen, vertrauen, denn natürlich ist jede von ihnen anders.

Dieses "Tool" schickt Ihnen einen auf Sie zugeschnittenen Bericht zu, mit allen dazugehörigen Informationen zu den passenden Behandlungen, Kliniken in Ihrer Nähe die unsere strengen Qualitätskriterien erfüllen sowie deren Kostenvoranschläge. Außerdem erhalten Sie wertvolle Tipps zu Ihrem ersten Besuch in der Kinderwunschklinik.

Darüber hinaus gibt es auch andere zugelassene ergänzende Techniken, wie die Präimplantations-Gendiagnostik (PID) zum Nachweis von gentechnisch veränderten Embryonen oder die Ovodonation.

Wie wir bereits gesagt haben, können auch alleinstehende Frauen und lesbische Paare in Spanien eine Schwangerschaft durch assistierte Reproduktion dank Samenspende anstreben.

Das Thema Leihmutterschaft

Derzeit haben männliche Paare und alleinstehende Männer keine Möglichkeit, biologischer Vater zu werden, da die Leihmutterschaft nach spanischem Recht nicht erlaubt ist.

Reproduktionstourismus in Spanien

Das umfassende Gesetz über die assistierte Reproduktion, die große Anzahl an ausgebildeten Fachkräften und die jahrelange Erfahrung haben Spanien zu einem der beliebtesten Reiseziele für die Fruchtbarkeitsbehandlung gemacht. Das ist der so genannte Reproduktionstourismus.

Viele Paare, die sich außerhalb ihres Landes einer assistierten Reproduktionstechnik unterziehen, wählen Spanien als Ziel. Schätzungen zufolge werden bei ausländischen Patienten etwa 15.000 Zyklen pro Jahr durchgeführt.

Eine der am meisten nachgefragten Techniken bei ausländischen Patienten ist die Gametenspende, sowohl von Eizellen als auch von Spermien. In diesem Land ist die Spende sehr gut geregelt, selbstlos und völlig anonym.

Diese Anonymität sorgt für eine große Anzahl von Jungen und Mädchen, die bereit sind, ihre Eizellen und ihr Sperma zu spenden; das bedeutet einen direkten Zugang zu diesen Techniken in Privatkliniken, da es keine Warteliste gibt.

Die PID ist der andere Hauptgrund warum nach Spanien zu Reproduktionszwecken gereist wird. In Ländern wie Italien und Deutschland erlauben Ethik und Gesetzgebung Paaren nicht, diese Methode zur Auswahl gesunder Embryonen zu verwenden.

In Spanien ist die ROPA-Methode (Aufnahme von Eizellen eines Paares) auch für lesbische Paare erlaubt. In dieser Methode stellt eine Partnerin ihre Eizellen zur Verfügung und die gebildeten Embryonen werden in die andere Frau übertragen. Auf diese Weise sind beide an der Geburt ihres Kindes beteiligt.

Fragen die Nutzer stellten

Was ist der Grund für den Rückgang der Samenqualität bei Männern in den letzten Jahren?

durch Dr. Emilio Gómez Sánchez (leitender embryologe).

Viele wissenschaftliche Studien bestätigen, dass die Samenqualität in den letzten 50-80 Jahren deutlich abgenommen hat. So sagt eine aktuelle Studie, dass dieser Rückgang 52% in der Konzentration der Spermien pro Milliliter und 59% in der Gesamtmenge im Ejakulat beträgt.

Diese Studien zeigen auch, dass dieser Rückgang in den Industrieländern stärker ausgeprägt ist als in den nicht-industrialisierten Ländern.

Obwohl es sicherlich mehrere Ursachen für dieses Phänomen gibt, scheint es, dass der Hauptgrund in der Umwelt liegt in den hormonellen Störfaktoren. Chemische Substanzen, die die Wirkung von Hormonen nachahmen, so dass sie verwirrende Botschaften an den Körper senden, die verschiedene Funktionsstörungen verursachen, einschließlich der Reduzierung der Spermienproduktion.

Hormonaktive Stoffe sind ein häufiger Bestandteil vieler Konsumgüter, wie Kunststoffe, Körperpflegeprodukte, Reinigungsmittel, Insektizide, Lufterfrischer und können in Lebensmitteln enthalten sein.

Einige endokrine Disruptoren sind DDT, das seit langem verboten ist, Bisphenol A, Phthalat, Styrol, einige Lösungsmittel, Resorcinol, etc.

Wie viel kostet eine Kinderwunschbehandlung in Spanien?

durch Zaira Salvador (embryologin).

Die Preise sind je nach gewählter Technik und Klinik sehr unterschiedlich. Im Allgemeinen betragen die Kosten einer IUI 500-1.000€ und die einer IVF etwa 3.000 und 5.000€. Diese Preise sind höher, wenn es darum geht, Spendersamen zu benötigen, auf Ovodonation zurückzugreifen oder ergänzende Techniken wie die PID anzuwenden.

Darüber hinaus sind hormonelle Medikamente in diesen Anfangspreisen nicht enthalten und können bis zu 500-1.000€ mehr kosten.

Kann ich alleinstehende Mutter in Spanien werden?

durch Zaira Salvador (embryologin).

Ja, nach dem Gesetz 14/2006 kann jeder unabhängig von seinem Familienstand auf die Fruchtbarkeitsbehandlung zugreifen. In diesem Fall ist der Rückgriff auf einen anonymen Samenspender eine unverzichtbare Voraussetzung.

Was sind die Voraussetzungen einer Samenspende in Spanien?

durch Zaira Salvador (embryologin).

Um in Spanien Samen zu spenden, müssen Männer die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • Über 18 Jahre .
  • Gute körperliche und geistige Gesundheit.
  • Gute Samenqualität.
  • Keine übertragbare Infektionskrankheiten.
  • Kein Träger einer genetischen Erbkrankheit.
  • Zum Zeitpunkt der Spende nicht mehr als 6 Kinder.

Darüber hinaus ist die Spende anonym und altruistisch. Der Spender erhält nur eine finanzielle Entschädigung für die entstandenen Unannehmlichkeiten.

Für Sie empfohlen

In Spanien sind die Kosten der Kinderwunschbehandlungen von Klinik zu Klinik unterschiedlich. Um einen besseren Einblick zu bekommen, was jede Behandlung kosten wird, empfehlen wir Ihnen diesen Artikel: Kosten in der assistierten Reproduktion.

Die Gesetzeslage im Ausland ist oftmals weniger streng geregelt als in Deutschland, weswegen sich viele Paare gezwungen sehen, ins Ausland zu fliegen um eine Kinderwunschbehandlung zu bekommen. Dieses Phänomen ist als Reproduktionstourismus bekannt. Wenn Sie sich dafür interessieren, klicken Sie auf folgenden Link: Reproduktionstourismus: Schwangerschaft ohne Grenzen.

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Literaturverzeichnis

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Ley 14/2006, de 26 de mayo, sobre técnicas de reproducción humana asistida. Jefatura del Estado «BOE» núm. 126, de 27 de mayo de 2006. Referencia: BOE-A-2006-9292

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Paraskou, A., Babu P. G. (2017). Legal and Economic Considerations Surrounding Reproductive Tourism: Emerging Research and Opportunities. Published in the USA by IGI Global. pp. 144-145

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W.N. Spellacy, S.J. Miller, A. Winegar. (1986). A pregnancy after 40 years of age. Obstet Gynecol, 68, pp. 452-454

Fragen die Nutzer stellten: 'Was ist der Grund für den Rückgang der Samenqualität bei Männern in den letzten Jahren?', 'Wie viel kostet eine Kinderwunschbehandlung in Spanien?', 'Kann ich alleinstehende Mutter in Spanien werden?' Und 'Was sind die Voraussetzungen einer Samenspende in Spanien?'.

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Autoren und Mitwirkende

Dr. Emilio  Gómez Sánchez
Dr. Emilio Gómez Sánchez
Leitender Embryologe
Abschluss in Biologie an der Universität Sevilla. Er hat an der Universität Valencia in Biologie promoviert. Er verfügt über umfangreiche Erfahrung als Embryologe mit Schwerpunkt Reproduktionsmedizin und ist derzeit Leiter des IVF-Labors in Tahe Fertility. Mehr über Dr. Emilio Gómez Sánchez
Zulassungsnummer: 14075-MU
Dr. Toño Lara González
Dr. Toño Lara González
Gynäkologe
Doktor der Medizin mit Schwerpunkt Gynäkologie und Geburtshilfe. Koordinator für Techniken der assistierten Reproduktion mit umfangreicher Erfahrung auf dem Gebiet der Reproduktionsmedizin. Mehr über Dr. Toño Lara González
Zulassungsnummer: 313102990
Dr. Víctor Villalobos Paz
Dr. Víctor Villalobos Paz
Gynäkologe
Medizinstudium an der Universität Zulia in Venezuela mit Schwerpunkt Gynäkologie und Geburtshilfe. Master in Reproduktion an der Fertilitätsklinik IVI Valencia und an der Universität Rey Juan Carlos I in Madrid. Dienstleiter für Gynäkologie und Geburtshilfe am Krankenhaus Quirónsalud in Murcia und Koordinator für assistierte menschliche Reproduktion im Zentrum Dexeus Murcia-Torrevieja. Mehr über Dr. Víctor Villalobos Paz
Zulassungsnummer: 303007323
 Zaira Salvador
Zaira Salvador
Embryologin
Abschluss in Biotechnologie an der Polytechnischen Universität Valencia (UPV) und Spezialistin für assistierte Reproduktion mit Masterabschluss in Human Reproduction Biotechnology am Instituto Valenciano de Infertilidad (IVI) und der Universität Valencia. Mehr über Zaira Salvador
Auf deutsch angepasst von:
 Romina Packan
Romina Packan
inviTRA Staff
Chefredakteurin und Übersetzerin für die deutsche Ausgabe von inviTRA. Mehr über Romina Packan

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