Wie wird das PCO-Syndrom behandelt?

durch (embryologin), (gynäkologe), (embryologin) Und (invitra staff).
Aktualisiert am 02/09/2020

Das polyzystische Ovarsyndrom (PCO-Syndrom) ist eine chronische Erkrankung, deren Behandlung im Wesentlichen auf Folgendes ausgerichtet ist:

  • Fruchtbarkeitsprobleme beheben, die durch das Syndrom verursacht werden.
  • Die Nebenwirkungen von Hyperandrogenismus reduzieren.

Da die Symptome bei polyzystischen Ovarien unterschiedlich sind, gibt es keine bestimmte Behandlung bei diesem Syndrom. Je nach Symptome der Patientin erfolgt ein individueller Behandlungsplan.

Im Anschluss finden Sie ein Inhaltsverzeichnis mit allen Punkten, die wir in diesem Artikel behandeln.

Lebensweise ändern

Es wird geschätzt, dass fast 50% der Frauen mit PCO-Syndrom an Übergewicht leiden oder ein Body-Mass-Index von mehr als 35 aufweisen. Adipositas ist nicht nur eine Stoffwechselstörung, sondern hat nachweislich einen Einfluss auf die Menge und Qualität der Eizellen.

Leidet die Patientin zusätzlich an PCO, empfiehlt der Arzt als ersten Schritt eine Gewichtsreduktion durch:

  • Sport
  • Gesunde Ernährung
  • Pharmakologische Behandlung
  • Adipositaschirurgie
Die Adipositaschirurgie ist eine Reihe von chirurgischen Verfahren die darauf abzielen, das Gewicht der Patienten zu reduzieren. Ein Beispiel dafür ist das Einsetzen eines Magenballons.

Eine Gewichtsabnahme würde nicht nur Menstruationsstörungen und Fruchtbarkeitsprobleme im Zusammenhang mit PCOS verbessern, sondern auch die Insulinresistenz, falls vorhanden.

Logischerweise ist bei Normalgewicht diese Behandlung nicht notwendig, da eine Gewichtsabnahme die Situation auf hormoneller und metabolischer Ebene sogar verschlimmern kann.

Orale hormonelle Verhütungsmittel

Die Verwendung von Antibabypillen beim polyzystischen Ovarsyndrom zielt darauf ab, die Menstruationszyklen zu regulieren, Amenorrhö zu vermeiden und Hyperandrogenismus zu behandeln.

Natürlich wird der Einsatz von Verhütungsmitteln auf Frauen mit PCOS angewendet, die im Moment keine Mütter sein wollen, denn gleichzeitig mit der Regulierung der Menstruation vermeiden sie auch eine Schwangerschaft.

Ein weiterer wichtiger Vorteil von Antibabypillen ist, dass sie das Risiko von Gebärmutterhalskrebs verringern, indem sie die Gebärmutterschleimhaut dazu anregen, sich alle 28 Tage abzustoßen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass ihre Wirkung nur während der Behandlung aufrechterhalten wird. Wenn die Antibabypillen abgesetzt werden, werden die Menstruationszyklen wieder unregelmäßig.

Eisprungsauslösung

Das größte Fruchtbarkeitsproblem bei Patientinnen mit PCO ist der ausbleibende Eisprung (Anovulation). Bei Kinderwunsch muss daher der Eisprung ausgelöst werden. Dazu werden folgende Medikamente verwendet:

Clomifencitrat

Das Medikament Clomifen ist zur Eisprungsauslösung die erste Wahl bei Frauen mit PCO-Syndrom. Das Mittel ist wirksam, sicher, einfach zu verabreichen und kostengünstig.

Seine phamarkologische Wirkung besteht darin, die Wirkung der von den Eierstöcken produzierten Östrogene zu hemmen. Indem Clomifen verhindert, dass dieses Hormon auf den Hypothalamus wirkt, erkennt der Hypothalamus keine erhöhten Östradiolwerte und produziert weiterhin GnRH (Gonadotropin freisetzendes Hormon). Dies wiederum bewirkt, dass FSH und LH weiterhin freigesetzt werden. Folglich werden mehr Follikel (Eisbläschen) gebildet.

Dieses Medikament wird oral zwischen dem dritten und achten Zyklustag verabreicht. Bei entsprechendem Follikelwachstum wird der Eisprung mit einer Dosis Ovitrelle ausgelöst und der Geschlechtsverkehr 36 Stunden später geplant.

Nebenwirkungen treten bei weniger als 10% der Patientinnen auf, die Clomifen einnehmen. Die häufigsten Symptome dieses Medikaments sind:

  • Hitzewallungen
  • Sehstörungen
  • Bauchschwellungen
  • Übelkeit
  • Angeschwollene Brüste

Um Mehrlingsschwangerschaften zu vermeiden, darf dieses Medikament nur auf Rezept und unter ärztlicher Überwachung mittels Ultraschallkontrolle eingenommen werden.

Die assistierte Reproduktion erfordert, wie jede medizinische Behandlung, dass Sie der Professionalität der Ärzte und der Klinik, die Sie wählen, vertrauen, denn natürlich ist jede von ihnen anders.

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Letrozol

Löst die Clomifen-Behandlung keinen Eisprung aus, setzt der Arzt dieses Medikament ein.

Letrozol verfolgt das gleiche Ziel wie Clomifen, d.h. es erhöht den Hormongehalt, der für das Wachstum und die Reifung der Follikel, FSH und LH verantwortlich ist.

Seine Wirkungsweise unterscheidet sich jedoch: anstatt die Bindungsstelle von Östradiol im Hypothalamus zu blockieren, hemmt Letrozol das Hormon, das die Östrogene selbst produziert. So erhöht der Hypothalamus die GnRH-Produktion, indem er feststellt, dass die Östrogenspiegel nicht ausreichen. Erneut erhöhen FSH und LH ihre Werte.

Letrozol wird ähnlich wie Clomifen eingenommen, da die Einnahme in der ersten Zykluswoche oral erfolgt. Das Follikelwachstum wird mithilfe von Ultraschall und Blutabnahme kontrolliert. Sobald der Follikel die richtige Größe erreicht hat, wird der Eisprung ausgelöst und nach 36 Stunden die künstliche Befruchtung durchgeführt oder der Geschlechtsverkehr festgelegt.

Gonadotropine

Schlagen die vorherigen Behandlungen bei Patientinnen mit PCO fehl, werden meistens Gonadotropine eingesetzt.

Auch diese Medikamente zielen darauf ab, den FSH- und LH-Spiegel anzuheben, um das Follikelwachstum zu erhöhen. In diesem Fall wird das Follikelwachstum direkt erhöht, da die im Labor hergestellten Gonadotropinpräparate weder in den Mechanismus noch in die Produktion von Östrogenen eingreifen, wie es bei Clomifen und Letrozol der Fall ist.

Da PCO-Patientinnen viel mehr Follikel in ihren Eierstöcken aufweisen, muss zu Beginn die Gonadotropin-Dosis niedrig eingestellt werden, um Mehrlingsschwangerschaften sowie ein mögliches Risiko von ovariellem Überstimulationssyndrom zu vermeiden.

Gonadotropine werden durch tägliche Unterhautinjektionen ab dem 5. oder 6. Tag der Periode verabreicht. Wenn per Ultraschall festgestellt wird, dass sich mindestens 1-3 Follikel von mehr als 12 mm in den Eierstöcken befinden, wird der Eisprung durch Ovitrelle-Injektion ausgelöst und 36 Stunden später der Geschlechtsverkehr oder die künstliche Befruchtung geplant.

Wird bei der Ultraschallkontrolle sichtbar, dass sich die Follikel langsamer als erhofft entwickeln, kann die Gonadotropin-Dosis solange erhöht werden, bis eine optimale Follikelgröße erreicht wird.

Insulin-Sensitizer

Bei polyzystischem Ovarsyndrom kommt es meistens zur Insulinresistenz. Diese Erkrankung wiederum führt dazu, dass mehr Insulin freigesetzt wird, weil der Körper erkennt, dass die normalerweise produzierten Mengen nicht ausreichen. Dieses Phänomen ist auch als Hyperinsulinämie bekannt.

Sensitizer wie Metformin verbessern die Wirkung dieses Hormons, indem sie Hyperinsulinämie verhindern. Durch die Reduzierung des Insulinspiegels im Blut ist es auch möglich, in die Konzentration der folgenden Hormone einzugreifen:

Sexualhormon-bindendes-Protein
durch die Erhöhung der Konzentration dieses Hormons im Blut wird die Menge der freien Androgene reduziert, was bedeutet, dass diese ihre Wirkung nicht entfalten können. Dadurch wird verhindert, dass sie die Entwicklung der Follikel stören.
Androgene
hohe Insulinwerte tragen zu einer erhöhten Freisetzung dieser männlichen Hormone in den Eierstöcken und Nebennieren bei, so dass die Follikel nicht richtig wachsen und reifen.
Verringerte Androgenspiegel reduzieren andere Nebenwirkungen dieser Hormone wie Hirsutismus und Akne.

Chirurgie

Die chirurgische Behandlung von PCOS ist eine weniger verbreitete Option. Sie wird in den Fällen eingesetzt, in denen übliche Stimulationsprotokolle nicht anschlagen. Da es sich um ein invasives Verfahren handelt, ist es wichtig, sie nur in speziellen Fällen anzuwenden.

Es gibt zwei Arten von chirurgischen Verfahren zur Behandlung von PCOS, die in der Regel durch laparoskopische Chirurgie durchgeführt werden. Diese erläutern wir im folgenden Absatz.

Keilresektion

Diese Operationstechnik besteht darin, einen Teil der Eierstockrinde zu entfernen, um einen Großteil des Gewebes, das männliche Hormone produziert, zu eliminieren und so den Testosteronspiegel zu senken.

Einige Tage nach der Operation normalisieren sich die Hormonspiegel im Blut und der Eisprung wird wiederhergestellt.

Auch wenn bei einigen Frauen der Eisprung dauerhaft wiederhergestellt werden kann, sind die meisten Zyklen nach einigen Monaten wieder anovulatorisch. Es gibt auch Frauen, die auf diese Behandlung nicht ansprechen und daher ihren Eisprung zu keinem Zeitpunkt wiederherstellen können.

Diese Operation kann aufgrund der in ihnen erzeugten Schnitte zu postoperativen Verwachsungen in den Eierstöcken führen. Dies kann das Risiko von Eileiterverschluss erhöhen.

Ovarian Drilling

Bei dieser Technik (auf dt. etwa. „Eierstock-Bohren“) werden mehrere Perforationen auf der Eierstockoberfläche mit einem Laser oder einem elektrischen Skalpell durchgeführt, um einen Eisprung zu provozieren.

Die Vorteile dieses Eingriffs gegenüber des oben erwähnten sind folgende:

  • Weniger invasiv
  • Geringeres Risiko von Verwachsungen
  • Hohe Wirksamkeit: In den meisten Fällen wird der Eisprung hergestellt
  • Erhöht die Empfindlichkeit gegenüber Clomifen

Fragen die Nutzer stellten

Welche Behandlung brauche ich bei PCO-Syndrom um schwanger zu werden?

durch Dr. Miguel Angel Checa Vizcaino (gynäkologe).

Es gibt zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten bei polyzystischem Ovarsyndrom, da diese bei jeder Patientin unterschiedlich ausfallen. Daher ist ein auf die Patientin abgestimmter Behandlungsplan bei PCO-Syndrom unerlässlich.

Im Allgemeinen sind mögliche Behandlungsformen bei PCO gesunde Ernährung und Sport sowie Eisprungsauslösung. Funktionieren diese Behandlungen bei der Patientin nicht, kann sie mithilfe einer In-vitro-Fertilisation (IVF) schwanger werden.
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Kann das polyzystische Ovarsyndrom auf natürliche Weise behandelt werden?

durch Victoria Moliner (embryologin).

Die am häufigsten verwendete homöopathische Behandlung zur Linderung der Symptome dieser Krankheit sind Himbeeraufgüsse. Diese Heilpflanze ist ein Heilmittel, das zur Regulierung des Hormonspiegels, zur Vorbeugung unregelmäßiger Menstruation und zur Wiederherstellung des Eisprungs eingesetzt wird.

Es wird empfohlen, zwischen 150 und 200 g Himbeerextrakt für mindestens 3 oder 4 Monate einzunehmen, um die Ergebnisse auszuwerten.

Welche Auswirkungen haben Antibabypillen auf Frauen mit PCO?

durch Andrea Rodrigo (embryologin).

Die Einnahme von Antibabypillen reduziert die Probleme des Hyperandrogenismus, da sie auf verschiedenen Ebenen wirken:

  • Durch die Einführung von Östrogenen erhöht es die Produktion von Sexualhormon-bindendes Globulin (SHBG) in der Leber und verringert dadurch die Menge an freiem Testosteron.
  • Auf der anderen Seite reduziert der Hypothalamus die Freisetzung von Gonadotropin-freisetzendem Hormon (GnRH) und senkt den LH-Spiegel, was wiederum dazu führt, dass der Eierstock keine Androgene mehr produziert.

Neben der Senkung des Androgenspiegels reguliert die Verhütungspille den Menstruationszyklus und bietet auch Vorteile für Aknepatientinnen.

Derzeit gibt es eine große Auswahl an oralen Verhütungsmitteln. Die am meisten empfohlenen, um die Auswirkungen der männlichen Hormone zu reduzieren, sind diejenigen, die eine geringere Menge an Östrogen und Gestagenderivaten haben, so dass die Nebenwirkungen auf ein Minimum reduziert werden.

Wie lange kann ich die Clomifenbehandlung ausprobieren, bevor ich auf Letrozol umsteige, um mit PCOS schwanger zu werden?

durch Victoria Moliner (embryologin).

Die Behandlung mit Clomifen wird in der Regel für 2 bis 6 Monate durchgeführt. Wenn der Eisprung nach dieser Zeit nicht erreicht wurde, wird empfohlen, zu intensiveren Therapieansätzen zu wechseln.

Wenn ich während der Einnahme von Metformin schwanger werde, muss ich dann die Behandlung abbrechen?

durch Victoria Moliner (embryologin).

Laut Fachärzten muss die Einnahme von Metformin bei einer Schwangerschaft eingestellt werden, außer in besonderen Situationen, in denen eine Verlängerung laut Ansicht des Arztes notwendig wäre.

Was ist Ovarian Drilling?

durch Andrea Rodrigo (embryologin).

Beim Ovarian Drilling (zu dt. etwa: "Eierstock-Bohren") werden mehrere Perforationen (etwa 15 kleine Löcher) auf der Oberfläche des Ovars mit einem Laser oder einem elektrischen Skalpell erzeugt, um einen spontanen Eisprung hervorzurrufen.

Diese Behandlung, gefolgt von der Verabreichung von Clomiphencitrat, ist offensichtlich genauso wirksam zu sein wie die Behandlung mit Gonadotropinen, reduziert aber deren Nachteile hinsichtlich des Risikos von OHSS und Mehrfachreifung.

Ovarian Drilling kann an einem oder beiden Eierstöcken durchgeführt werden.

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Bei PCO-Syndrom kommt es in 75% der Fälle zu Fruchtbarkeitsproblemen. In diesem Post erklären wir, inwiefern sich PCO auf die Fruchtbarkeit auswirkt: Fruchtbarkeit mit polyzystischem Ovarsyndrom.

Frauen mit PCO, die sich einer Stimulationsbehandlung unterziehen, weisen ein höheres Risiko auf, an Überstimulation zu erkranken. Wenn Sie wissen wollen, was es mit der ovariellen Überstimulation auf sich hat, empfehlen wir diese Lektüre: Ovarielles Überstimulationssyndrom (OHSS).

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Fragen die Nutzer stellten: 'Welche Behandlung brauche ich bei PCO-Syndrom um schwanger zu werden?', 'Kann das polyzystische Ovarsyndrom auf natürliche Weise behandelt werden?', 'Welche Auswirkungen haben Antibabypillen auf Frauen mit PCO?', 'Wie lange kann ich die Clomifenbehandlung ausprobieren, bevor ich auf Letrozol umsteige, um mit PCOS schwanger zu werden?', 'Wenn ich während der Einnahme von Metformin schwanger werde, muss ich dann die Behandlung abbrechen?' Und 'Was ist Ovarian Drilling?'.

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Autoren und Mitwirkende

 Andrea Rodrigo
Andrea Rodrigo
Embryologin
Abschluss in Biotechnologie an der Polytechnischen Universität Valencia (UPV) mit Master-Abschluss in Biotechnologie der assistierten Humanreproduktion, unterrichtet von der Universität Valencia in Zusammenarbeit mit dem Valencianischen Institut für Unfruchtbarkeit (IVI). Postgraduierte Expertin für medizinische Genetik. Mehr über Andrea Rodrigo
Dr. Miguel Angel Checa Vizcaino
Dr. Miguel Angel Checa Vizcaino
Gynäkologe
Dr. Miguel Angel Checa hat einen Abschluss in Medizin und Chirurgie und einen Doktortitel in Pädiatrie, Geburtshilfe und Gynäkologie, Präventivmedizin und öffentlichem Gesundheitswesen von der Autonomen Universität Barcelona. Mehr über Dr. Miguel Angel Checa Vizcaino
Zulassungsnummer: 080530513
 Victoria Moliner
Victoria Moliner
Embryologin
Abschluss in Biochemie und Biomedizin an der Universität Valencia (UV), mit Master-Abschluss in Biotechnologie der assistierten Humanreproduktion der Universität Valencia und dem Valencianischen Institut für Unfruchtbarkeit (IVI). Derzeit ist sie als Forschungsbiologin tätig. Mehr über Victoria Moliner
Auf deutsch angepasst von:
 Romina Packan
Romina Packan
inviTRA Staff
Chefredakteurin und Übersetzerin für die deutsche Ausgabe von inviTRA. Mehr über Romina Packan

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