Embryospende vs. Embryoadoption: Was sind die Unterschiede?

durch (embryologin), (embriologin), (gynäkologin), (gynäkologe) Und (invitra staff).
Aktualisiert am 20/01/2020

Bei der Embryoadoption lässt sich das Paar einen Embryo übertragen, das aus einem vorherigen IVF-Zyklus übbriggeblieben ist und von einem fremden Paar zur anonymen und selbstlosen Spende zur Verfügung gestellt wurde. Aus diesem Grund spricht man bei Embryoadoption auch von einer Embryospende, da ein Paar es spendet und ein anderes sie adoptiert.

Wann spricht man von Spende oder Adoption?

  • Embryospende aus Sicht der Person oder des Paares, das ihre überschüssigen Embryonen spendet, um anderen Paaren zu helfen.
  • Embryoadoption aus Sicht der Person oder des Paares, das den Embryo einer anderen Patientin erhält, um schwanger zu werden.

Im Anschluss finden Sie ein Inhaltsverzeichnis mit allen Punkten, die wir in diesem Artikel behandeln.

Überschüssige Embryonen aus der IVF-Behandlung

Wenn ein Paar eine In-vitro-Fertilisation (IVF) durchläuft, setzt sich die Frau einer Hormonbehandlung aus um die Eierstöcke zu stimulieren. Auf diese Weise werden so viele hochwertige Eizellen wie möglich gewonnen, was die Chancen auf eine Schwangerschaft erhöht.

Von allen gewonnenen Embryonen werden die hochwertigsten für die Übertragung in die Gebärmutter der zukünftigen Mutter ausgewählt.

Üblicherweise werden zwischen 1 und 2 Embryonen übertragen, obwohl das Gesetz den Transfer von bis zu maximal 3 Embryonen erlaubt. Der Rest der Embryonen, die eine gute Qualität aufweisen, die sogenannten überschüssigen Embryonen, werden durch die so genannte Vitrifikation kryokonserviert.

Das Paar sollte sich entscheiden, was mit den übbriggebliebenen kryokonservierten Embryonen passiert. Die möglichen Zwecke die durch die Gesetzgebung erlaubt werden, sind folgende:

  • Kryokonservierung für eigene Behandlungen in der Zukunft.
  • Spende zu reproduktiven Zwecken, d.h. Embryonenspende oder Spende von überschüssigen Embryonen zur reproduktiven Behandlung anderer Paare.
  • Embryonenspende für die Forschung
  • Vernichtung. Diese Option kann erst nach Beendigung der fruchtbaren Jahre der Frau durchgeführt werden.

Im Allgemeinen entscheiden sich Paare zuerst, sie für weitere Behandlungen einzufrieren.

Wenn das Paar jedoch beschließt, keine Nachkommen mehr haben zu wollen, ist die Möglichkeit, gefrorene Embryonen an andere zu spenden, die Kinder haben möchten, eine Alternative.

Das sagt uns Dr. Miguel Dolz dazu:

Um die überschüssigen Embryonen für reproduktive Zwecke spenden zu können, muss das Ei der Frau jünger als 35 Jahre und frei von Krankheiten usw. sein.

Embryospende: Definition und Vorteile

Die Embryospende ist eine Kinderwunschbehandlung, auf die immer mehr Patienten zurückgreifen. Für ein Paar mit Problemen bei der Empfängnis und nach mehreren gescheiterten Versuchen mit anderen Techniken in der assistierten Reproduktion wie künstliche Befruchtung (IUI) oder In-vitro-Fertilisation (IVF) ist die Embryoadoption aufgrund ihrer vielen Vorteile eine gute Alternative.

  • Es gibt keine Warteliste: Es kann direkt mit der Behandlung begonnen werden- jedoch muss sichergestellt werden, dass der Embryo eine Reihe von Eigenschaften mit zukünftigen Eltern teilt: Blutgruppe, RH, Phänotypmerkmale....
  • Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut: Die Patientin braucht keine Follikelstimulation wie bei der IVF üblich. Es ist lediglich notwendig, die Gebärmutterschleimhaut einzuritzen, um die Einnistung der übertragenen Embryonen zu erleichtern. Die Verabreichung der Medikamente (Östrogene und Progesteron) ist einfach: Über Pflaster, orale Medikamente oder Vaginaltabletten. Mit dem Ultraschall wird die Entwicklung der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) kontrolliert.
  • Klinikbesuche: Die Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut ist einfacher als die Follikelstimulation bei der IVF. Darüber hinaus sind weniger Termine erforderlich.
  • Kosten: Die Kosten für die Embryospende sind viel geringer als die anderen Behandlungen, die mehr Zeit im Labor beanspruchen. Darüber hinaus wird auch die Menge der Medikamente reduziert, was dazu wiederum dazu führt, dass die Behandlungskosten sinken.
  • Zeit: Im selben Jahr kann die Patientin die gesamte Behandlung durchführen und ihr Baby bekommen. Sobald der Transfer geplant ist, werden je nach Zustand der Gebärmutterschleimhaut der Empfängerin die Embryonen aufgetaut und deren Transfer an selben Tag durchgeführt. Nach zwei Wochen Wartezeit führt die Patientin bereits einen Schwangerschaftstest durch.

Wir weisen daraufhin, dass die Embryospende, wie bei Gametenspenden, anonym erfolgt. Zukünftige Eltern wissen somit nicht, woher die adoptierten Embryonen stammen.

Erfolgsrate

Die Erfolgsrate bei der Embryoadoption hängt stark von der Qualität der Embryonen ab. In diesem Fall sind, obwohl sie auch Einfluss haben, die Eigenschaften der Empfängerin nicht entscheidend.

Beim Auftauen der Embryonen gibt es sehr gute Überlebenschancen, da die Vitrifikation in etwa 90% der Fälle die Wiederherstellung der Embryonen ermöglicht. Dennoch ist hervorzuheben, dass die bei der Wahl dieser Kinderwunschbehandlung verwendeten Embryonen von Paaren mit Fruchtbarkeitsproblemen stammen und daher die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft nicht sehr hoch ist. Sie liegt bei etwa 20-30%.

Es sollte auch bedacht werden, dass es möglich ist, dass die adoptierten Embryonen von Patienten stammen können, die Spendereizellen- und/oder samen für ihre IVF-Behandlung verwendet haben. In diesem Fall ist die Qualität der Embryonen und damit auch die Wahrscheinlichkeit der Schwangerschaft höher.

Des weiteren muss das Paar, bevor es sich zu dieser Behandlung entscheidet, sicher sein, dass es keine Rolle spielt, dass das Baby nicht dessen Gene teilt, und alle bioethischen und moralischen Aspekte verstehen, die dieser Prozess mit sich bringt.

Kosten

Wie bereits erwähnt, ist die Embryonenspende eine Möglichkeit, die Kosten für die Kinderwunschbehandlung zu senken.

Der Durchschnittspreis liegt zwischen 1700 und 3000€, abhängig von Faktoren wie der Kinderwunschklinik, den für den Prozess notwendigen Tests, der Situation jedes Patienten oder Paares, etc.

Hormonmedikamente zur Vorbereitung auf die Gebärmutterschleimhaut sind in der Regel nicht in den Gesamtkosten der Behandlung enthalten. Sie kosten in der Regel zwischen 200 und 300€.

Interview mit Dr. Elena de la Fuente

Dr. Elena de la Fuente erklärt, dass die Mehrheit der Patienten, die zur Embryonenspende kommen, Paare sind, die sich mehreren Behandlungen der assistierten Reproduktion unterzogen haben, die zu wiederholten Misserfolgen und Fehlgeburten geführt haben. Es können auch Frauen sein, die an einer vorzeitigen Menopause leiden.

Abhängig von der hormonellen Situation der Patientin wird eine Behandlung durchgeführt:

  • in natürlichen Zyklen bei normaler Menstruation.
  • mit einer Hormonbehandlung auf Östrogenbasis zur Vorbereitung des Endometriums bei unzureichendem Hormonspiegel.

Embryospende in Deutschland

Bei der Embryospende bzw. Embryoadoption handelt es sich um eine Methode, die in Deutschland stark umstritten ist. Aus dem Embryonenschutzgesetz (ESchG) läßt sich kein Verbot herausleiten, weshalb eine Adoption theoretisch möglich wäre.

Da die rechtliche Situation in Deutschland ungenau ist, bieten deutsche Kinderwunschkliniken in der Regel diese Methode nicht an. Paare reisen daher zum Beispiel nach Spanien, wen sie eine Embryospende benötigen.

Möchten Sie einen Embryo adoptieren? Wenn ja, empfehlen wir Ihnen diesen auf Sie zugeschnittenen Fruchtbarkeitsbericht. Dort erhalten Sie eine Auswahl an von uns geprüften und empfohlenen spanischen Kinderwunschkliniken. Im Bericht erhalten Sie zusätzlich eine Kostenaufstellung und Bedingungen die jede Klinik für die Embryoadoption stellt.

Fragen die Nutzer stellten

Wird bei der Embryonenspende auf die körperlichen Merkmale geschaut?

durch Andrea Rodrigo (embryologin).

Ja, sowohl bei der Spende von Gameten (Eizellen und Sperma) als auch bei der Embryonenspende wird bei der Vergabe von Spendern und Empfängern die Ähnlichkeit in Bezug auf die körperlichen Eigenschaften berücksichtigt.

Können Embryonen in einem natürlichen Zyklus adoptiert werden?

durch Andrea Rodrigo (embryologin).

Ja, es ist möglich, aber keine gängige Praxis. Im Allgemeinen wird die Patientin hormonell behandelt, um das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut zu fördern und so die Wahrscheinlichkeit einer Einnistung und damit einer Schwangerschaft zu erhöhen.

Können frische Embryonen adoptiert werden oder werden immer gefrorene Embryonen gespendet?

durch Andrea Rodrigo (embryologin).

Aus technischer Sicht könnte es durchgeführt werden, da es lediglich notwendig wäre, die Menstruationszyklen von Spenderin und Empfängerin abzustimmen.

Die Empfängerin würde eine hormonelle Behandlung erhalten, um das Endometrium vorzubereiten, während die Eizellspenderin eine vollständige IVF-Behandlung erhalten würde, d.h. Stimulation der Eierstöcke, Punktion und Vorbereitung auf den Transfer.

Obwohl es möglich ist, wird es praktisch nie getan, da die Spenderin in der Regel keinen Teil ihrer Embryonen spenden möchte, bevor sie weiß, ob die Behandlung eine Schwangerschaft ermöglicht hat oder nicht.

Gewöhnlich konserviert sie die Embryonen für den eigenen Gebrauch in einem bestimmten Zeitraum; falls sie nicht mehr Nachkommen haben möchte, hilft sie somit mit einer Spende anderen Paaren mit Fortpflanzungsproblemen.

Ich habe mir vor einigen Jahren meinen Eierstock entfernen lassen- könnte ich durch Embryonenadoption als Single Mutter werden?

durch Andrea Rodrigo (embryologin).

Ja, die Embryonenadoption ist eine der Reproduktionsoptionen in Fällen wie Ihrem. Sie können sich für die doppelte Spende von Gameten, d.h. die Spende von Eizellen und Sperma, oder für die Spende von Embryonen entscheiden.

Obwohl beide Wege es Ihnen ermöglichen würden, schwanger zu werden, hat jeder von ihnen seine Vor- und Nachteile, so dass Sie es sorgfältig beurteilen müssen, bevor Sie die Entscheidung treffen. Ein medizinischer Rat ist wichtig.

Hat die Schwangerschaft der Embryonenspende irgendwelche Risiken?

durch Andrea Rodrigo (embryologin).

Nein, sobald die Schwangerschaft erreicht ist, entwickelt sie sich nicht anders als bei einer natürlichen Schwangerschaft oder einer Schwangerschaft durch andere Techniken wie IVF oder künstliche Befruchtung.

Kann mein Körper bei einer Embryospende den fremden Embryo ablehnen?

durch Cristina Mestre (embriologin).

Nein, obwohl die Embryonen zu einem anderen Paar gehören, gibt es keine Unverträglichkeit durch Abstoßung, aus immunologischer Sicht ist die Schwangerschaft eine ganz besondere Situation. Die Abwehrkräfte wirken nicht gegen das Baby, so dass es sich im Uterus der Mutter entwickeln kann.

Was ist besser? Eine doppelte Gametenspende oder Embryoadoption?

durch Andrea Rodrigo (embryologin).

Keine Technik ist besser als die andere. Jede einzelne passt sich mehr oder weniger besser an die oder andere Situation an. Beide haben Vor - und Nachteile.

So hat beispielsweise die Embryonenspende einen niedrigeren Preis. Die Embryonen stammen jedoch aus einer IVF-Behandlung, so dass die Qualität der Keimzellen, aus denen sie stammen, möglicherweise nicht optimal ist. Es ist auch möglich, dass die Gameten, mindestens eine davon, von einem Spender stammen und somit die Qualität der Embryonen nicht zu sehr beeinträchtigen.

Im Gegenteil- bei der Doppelspende stammen die Embryonen aus hochwertigen Keimzellen, so dass die Erfolgswahrscheinlichkeit in der Regel höher ist.

Andererseits ist die Embryonenspende ein weiterer Schritt im Reproduktionsprozess im Vergleich zur Gametenspende, bei der die Befruchtung und Embryokultur noch nicht abgeschlossen sind.

Das Ideal ist es, die am besten geeigneten Techniken zu bestimmen, nachdem man auf personalisierte Weise die Vor- und Nachteile beider Prozesse unter Berücksichtigung der Eigenschaften jedes Patienten und jeder Unfruchtbarkeitssituation beurteilt hat.

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Literaturverzeichnis

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Ley 14/2006, de 26 de mayo, sobre técnicas de reproducción humana asistida. Jefatura del Estado «BOE» núm. 126, de 27 de mayo de 2006 Referencia: BOE-A-2006-9292

Manuel Muñoz y María Nicolás. Donación de embriones con fines reproductivos. Manual de Buena Práctica Clínica en Reproducción Asistida (pp. 75-88). Sociedad Española de la Fertilidad

Sociedad Española de Fertilidad (SEF) (febrero de 2012). “Saber más sobre fertilidad y reproducción asistida”. En colaboración con el Ministerio de Sanidad, Política Social e Igualdad del Gobierno de España y el Plan de Calidad para el Sistema Nacional de Salud.

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Fragen die Nutzer stellten: 'Wird bei der Embryonenspende auf die körperlichen Merkmale geschaut?', 'Können Embryonen in einem natürlichen Zyklus adoptiert werden?', 'Können frische Embryonen adoptiert werden oder werden immer gefrorene Embryonen gespendet?', 'Ich habe mir vor einigen Jahren meinen Eierstock entfernen lassen- könnte ich durch Embryonenadoption als Single Mutter werden?', 'Hat die Schwangerschaft der Embryonenspende irgendwelche Risiken?', 'Kann mein Körper bei einer Embryospende den fremden Embryo ablehnen?' Und 'Was ist besser? Eine doppelte Gametenspende oder Embryoadoption?'.

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Autoren und Mitwirkende

 Andrea Rodrigo
Andrea Rodrigo
Embryologin
Abschluss in Biotechnologie an der Polytechnischen Universität Valencia (UPV) mit Master-Abschluss in Biotechnologie der assistierten Humanreproduktion, unterrichtet von der Universität Valencia in Zusammenarbeit mit dem Valencianischen Institut für Unfruchtbarkeit (IVI). Postgraduierte Expertin für medizinische Genetik. Mehr über Andrea Rodrigo
 Cristina Mestre
Cristina Mestre
Embriologin
Abschluss in Biowissenschaften, Genetik und menschlicher Reproduktion an der Universität Valencia (UV). Master-Abschluss in Biotechnologie der menschlichen Reproduktion begleitet durch die UV am Valencianischen Institut für Unfruchtbarkeit (IVI). Embryologe am IVI Barcelona. Mehr über Cristina Mestre
Dra. Elena de la Fuente Díez
Dra. Elena de la Fuente Díez
Gynäkologin
Medizinstudium an der Universität Valladolid, Promotion in Geburtshilfe und Gynäkologie an der Universität Valencia und Master in fortgeschrittener gynäkologischer endoskopischer Chirurgie an der Universität Augvergne. Sie ist Fachärztin für Geburtshilfe und Gynäkologie und Assistenzärztin in der Abteilung für assistierte Reproduktion Ginemed Valencia am Krankenhauses Vithas 9 de Octubre in Valencia. Mehr über Dra. Elena de la Fuente Díez
Zulassungsnummer: 462855729
Dr. Miguel Dolz Arroyo
Dr. Miguel Dolz Arroyo
Gynäkologe
Hochschulabschluss in Medizin und Chirurgie an der Medizinischen Fakultät der Universität Valencia im Jahr 1988 und Doktortitel in Medizin im Jahr 1995, spezialisiert auf Geburtshilfe und Gynäkologie. Experte für Reproduktionsmedizin mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in diesem Bereich und derzeit leitender Arzt und Gründer der FIV Valencia. Mehr über Dr. Miguel Dolz Arroyo
Zulassungsnummer: 464614458
 Romina Packan
Romina Packan
inviTRA Staff
Chefredakteurin und Übersetzerin für die deutsche Ausgabe von inviTRA. Mehr über Romina Packan

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