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Was sind die wichtigsten Schritte in einer IUI?

durch Andrea Rodrigo.
Letzte Aktualisierung: 23/01/2017

Eine künstliche Befruchtung läuft folgendermaßen ab:

  • Follikelstimulation: Die Patientin erhält eine niedrig dosierte hormonelle Behandlung, um die Produktion von ein oder zwei Eiern zu stimulieren und den genauen Zeitpunkt des Eisprungs zu kontrollieren. Die Injektion des Medikaments erfolgt subkutan ab dem zweiten oder dritten Tag der Periode und für ca. 8-12 Tage.

    Die Stimulation wird durch Ultraschall und Hormonanalysen gesteuert, die es dem Arzt ermöglichen, den Zeitpunkt des Eisprungs zu bestimmen, d.h. den idealen Zeitpunkt für die Insemination.

  • Eisprungsauslösung: Wenn der Spezialist feststellt, dass ein oder zwei Follikel (wo die Eizellen reifen) groß genug sind (zwischen 16-18mm), wird das hCG-Hormon verabreicht, das etwa 24-36 Stunden nach der Verabreichung den Eisprung auslöst.
  • Spermienentnahme: Der zukünftige Vater hinterlegt eine Samenprobe, die er zuvor durch Masturbation - vorzugsweise in der Klinik selbst - gewonnen hat. Dazu ist eine sexuelle Abstinenz von 3-7 Tagen notwendig. Es ist ebenso wichtig, die komplette Probe zu erhalten.
  • Sperma-Kapazitation: Sobald das Ejakulat erhalten wurde, durchläuft es einen Prozess, der als Sperma-Kapazitation bekannt ist. Ziel ist es, abgestorbene und unbewegliche Spermien sowie Samenplasma zu eliminieren, um die Probe in hochwertigem Sperma zu konzentrieren. Dies geschieht auf natürliche Weise entlang des weiblichen Fortpflanzungstraktes.
    Befruchtung: Mit einer speziellen Kanüle werden ca. 0,5 ml kapazitierten Samens eingeführt und in die Gebärmutter der Frau durch die Schade eingelegt. Da es sich um einen schmerzfreien Prozess handelt, ist keine Betäubung erforderlich. Die Dauer beträgt ca. 10 Minuten. Danach kann die Patientin nach Hause zurückkehren und ihren Alltag fortsetzen.
  • Schwangerschaftstest Etwa 15 Tage nach der Insemination kann der Patient einen Schwangerschaftstest machen. Dieser Test misst das Hormon beta-hCG.

Kann das Paar zur Zeitpunkt der Befruchtung nicht anwesend sein, so ist die Probe vorher zu entnehmen und bis zum Tag der Befruchtung einzufrieren, dann aufzutauen und bei der Patientin abzulegen.

Für Sie empfohlen: Was versteht man unter einer homologen künstlichen Befruchtung?.

 Andrea Rodrigo
Andrea Rodrigo
Embryologin
Abschluss in Biotechnologie an der Polytechnischen Universität Valencia (UPV) mit Master-Abschluss in Biotechnologie der assistierten Humanreproduktion, unterrichtet von der Universität Valencia in Zusammenarbeit mit dem Valencianischen Institut für Unfruchtbarkeit (IVI). Postgraduierte Expertin für medizinische Genetik.
Embryologin. Abschluss in Biotechnologie an der Polytechnischen Universität Valencia (UPV) mit Master-Abschluss in Biotechnologie der assistierten Humanreproduktion, unterrichtet von der Universität Valencia in Zusammenarbeit mit dem Valencianischen Institut für Unfruchtbarkeit (IVI). Postgraduierte Expertin für medizinische Genetik.
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