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Wochenbettdepressionen?
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Wochenbettdepressionen?

  1. naomie
    naomie

    Hallo,

    habe meine Tochter vor 4 Wochen mit einem Kaiserschnitt auf die Welt gebracht. Seitdem fühle ich mich müde, abgeschlagen, habe zu nichts mehr Lust und irgendwie kommt kein richtiger Mutterinstikt vor.. Fühle mich irgendwie entfremdet vor mir und vor allem. Weiß nicht mehr was ich tun soll und ob ich abwarten soll dass das von alleine weggeht.. ich hab irgendwie zu nichts mehr lust und mir ist alles egal.. Manchmal lasse ich das Kind solange schreien, bis mein Mann kommt und mich auffordert zu stillen. Er kann das überhaupt nicht nachvollziehen, nachdem wir jahrelang versucht haben, schwanger zu werden. ich habe auch keinen mit dem ich darüber reden kann… Vor allem nachdem wir so viel dafür gekämpft haben. Keiner würde es verstehen…

    05/08/2017 um 10:57 pm
    Antworten
  2. Hallo liebe Naomi,

    ich versteh dich so gut. Meine Depressionen begannen nach meinem 2. Kaiserschnitt, als ich alleine für die Kinder sorgen musste.

    Ich wollte alles perfekt machen und organisieren. Meine Kleine musste um 10:00 Uhr in den Kindergarten und wollte sie immer pünktlich abliefern, aber ausgerechnet wollte mein kleiner immer dann in diesem Moment gestillt werden. Beim Abholen dasselbe Theater. Das hat mich so sehr gestresst, dass ich mein Baby abzulehnen begann. Ich reagierte gar nicht mehr auf Schreie, war komplett apathisch. Mein Mann musste immer eingreifen, sonst hätte ich mein Baby gar nicht mehr gehalten. Gegen Stillen hatte ich auch mehr und mehr eine Abneigung.

    Ich habe dann irgendwann zum Stillen aufgehört und der Druck war sofort weg und alles normalisierte sich. Ich konnte meinen Sohn annehmen und lieben lernen und das Abstillen lief auch ohne Probleme ab.

    Wie bei dir war mein kleines ein absolutes Wunschkind. Nach 20 Wochen konnte ich ihn endlich akzeptieren und natürlich tut mir jede verlorene Minute im Nachhinein leid.
    Meine Hebamme wollte mir schon Medikamente geben, bin aber froh diese doch nicht gebraucht zu haben.
    Du bist deshalb keine schlechte Mutter, sowas kann jede treffen. Such dir Unterstützung. Rede mit deiner Hebamme/Ärztin. Du bist nicht allein.

    Wenn du willst, kannst du mich jederzeit anschreiben.
    Ganz liebe Grüße

    01/09/2017 um 11:13 am
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