Was versteht man unter einer homologen künstlichen Befruchtung?

durch (embryologin), (gynäkologe), (embryologin), (embryologin), (embryologin) Und (invitra staff).
Aktualisiert am 14/11/2018

Die homologe künstliche Befruchtung ist eine Form der künstlichen Befruchtung, bei der das Sperma des Partners oder Ehemannes verwendet wird.

Die homologe Befruchtung ist eine der einfachsten und am wenigsten invasiven Techniken der assistierten Reproduktion und daher sind ihre Kosten niedrig. Jeder Zyklus kostet ca. 600-1000 €.

Ihre Erfolgsrate ist nicht sehr hoch, etwa 10% Geburtenrate pro Zyklus. Die kumulative Rate der homologen Befruchtung kann jedoch nach vier Versuchen auf etwa 50% ansteigen.

Anforderungen und Indikationen

Im Allgemeinen wird die homologe künstliche Befruchtung für junge Paare mit leichter Unfruchtbarkeit empfohlen, die nach einem Jahr ungeschützten Geschlechtsverkehr immer noch nicht schwanger sind.

Damit die Behandlung erfolgreich verlauft, sollte die Patientin jünger als 36 sein und über eine gute Eizellenreserve verfügen. Darüber hinaus ist es wichtig, dass die Eileiter durchlässig sind und dass das männliche Sperma eine akzeptable Qualität hat.

Im nächsten Abschnitt kommentieren wir die häufigsten Indikationen bei einer homologen Insemination:

  • Frauen mit Störungen im Menstruationszyklus
  • Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS)
  • Leichte oder mittelschwere Endometriose
  • Weibliche Sterilität aufgrund Krankheiten im Gebärmutterhals
  • Unfähigkeit, Sperma in der Scheide abzulegen: Vaginismus, Erektionsstörungen, retrograde Ejakulation, etc.
  • Leichte männliche Sterilität: Oligozoospermie, Asthenozoospermie, etc.
  • Immunologische Sterilität: Antisperma-Antikörper, Samenallergie, etc.
  • Sterilität unbekannter Herkunft
  • Serodiskordante Paare

Wie läuft die homologe Befruchtung ab?

Wie bereits erwähnt, ist die künstliche Befruchtung sehr einfach und besteht aus den verschiedenen Schritten:

Kontrollierte Follikelstimulation
Es wird eine sanfte Stimulation durchgeführt, so dass sich nur ein oder zwei Eierstockfollikel entwickeln.
Spermienaufbereitung
der Mann gibt durch eine Masturbation gewonnen Probe an dem Tag ab, an dem die künstliche Befruchtung durchgeführt wird. Diese Samenprobe wird im Labor verarbeitet, um das Samenplasma zu eliminieren und nur die progressiven beweglichen Spermien zu behalten.
Künstliche Befruchtung
etwa 36 Stunden vor der Insemination erhält die Frau ein Medikament, um den Eisprung auszulösen. Das aufbereitete Sperma wird mit einer Inseminationskanüle in die Gebärmutter der Frau eingeführt.

Erfolgsrate

Da es sich um eine der einfachsten Behandlungen der assistierten Reproduktion handelt, sind auch die Erfolgsraten der künstlichen Befruchtung nicht sehr hoch.

Laut dem jüngsten Bericht der Spanischen Gesellschaft für Fertilität (SEF) mit den Ergebnissen der spanischen Zentren für assistierte Reproduktion im Jahr 2016 war die Erfolgsrate der homologen Insemination wie folgt:

Schwangerschaftsrate
13% (Schwangerschaften durch Befruchtung)
Geburtenrate
10% (Schwangerschaften durch Befruchtung)
Geburtenrate bei Einlingsschwangerschaften
90.5% (Geburten bei Einlingsschwangerschaften pro Anzahl der Gesamtgeburten)
Geburtenrate bei Mehrlingsschwangerschaften
9.5% (Mehrlingsgeburten pro Anzahl der Gesamtgeburten)
Fehlgeburtenrate
18.5% (Fehlgeburten pro Anzahl der Schwangerschaften)

Der Behandlungserfolg hängt von vielen Faktoren ab, das Alter der Frau jedoch ist einer der wichtigsten. Je jünger die Frau, desto höher die Schwangerschaftsrate und die Geburtenrate.

Im Falle eines negativen Ergebnisses im ersten Befruchtungszyklus ist es ratsam, einen weiteren Zyklus durchzuführen, um die Erfolgsaussichten zu erhöhen, da die homologe künstliche Befruchtung nach 4 Versuchen eine kumulative Schwangerschaftsrate von 50-60% aufweist.

Wie Dr. Gorka Barrenetxea uns sagt:

Bei künstlichen Inseminationen gibt es eine kumulative Erfolgsrate, bei homologen Inseminationen kann sie 60% betragen, bei Befruchtungen durch Spendersamen 80% nach 4 oder 6 Versuchen.

Logischerweise muss der Patientin die akkumulierte Erfolgsrate mitgeteilt werden wenn sie eine künstliche Befruchtung beginnt. Wir beginnen jetzt mit dieser Behandlung. Die Prozedur läuft so und so ab, die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit pro Zyklus liegt bei so und so, aber bei 4 Versuchen liegt sie bei so und so. Sie sollten wissen, dass manche beim ersten, andere beim vierten Versuch und manche wiederum gar nicht schwanger werden.

Im Falle von homologer Befruchtung wird ein fünfter Befruchtungszyklus nicht empfohlen, da die Schwangerschaftsrate nicht mehr steigt. Diese Paare müssen auf die In-vitro-Fertilisation (IVF) zurückgreifen, um die Chancen, Eltern zu werden, zu erhöhen.

Kosten

Im Vergleich zu den anderen Techniken der assistierten Reproduktion ist die homologe Befruchtung die günstigste. Der Preis liegt zwischen 700 und 1.100€, je nach Klinik und Stadt.

Es sollte auch beachtet werden, dass die Kosten der Medikamente zur Follikelstimulation und zur Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut meistens in der künstlichen Befruchtung nicht mitinbegriffen ist. Dies kann zusätzliche 100-600€ kosten.

Daher ist es sehr wichtig, mehrere Kostenvoranschläge zwischen den Kliniken zu vergleichen und alle möglichen Fragen zu klären, bevor eine Behandlung begonnen wird. Einige Kliniken bieten Rabatte auf den zweiten Versuch oder andere Aktionen an.

Außerdem ist es wichtig, die Anforderungen der Krankenkasse zu erfüllen um die Kosten der künstlichen Befruchtung teilweise erstattet zu bekommen. Die Patientin sollte daher nicht älter als 40 sein und keine Kinder mit demselben Partner haben. Die Anforderungen können jedoch von Krankenkasse zu Krankenkasse variieren.

Damit die Kosten teilweise von der Krankenkasse übernommen werden, muss vorher ein Behandlungsplan erstellt werden. Dies erledigt die Kinderwunschklinik. Paare, die durch die Krankenkasse abrechnen, übernehmen einen Eigenanteil von 50% für die Behandlung. Unter bestimmten Umständen können auch alle Kosten übernommen werden.

Fragen die Nutzer stellten

Was sind die wichtigsten Schritte in einer IUI?

durch Andrea Rodrigo (embryologin).

Die Prozesse der künstlichen Befruchtung durch den Ehemann und den Spender sind praktisch identisch. Die wichtigsten Schritte sind wie folgt:

  • Sanfte Stimulation der Eierstöcke
  • Eisprungsauslösung
  • Auftauen von Spendersamenproben und Spermienkapazitation (falls nicht bereits kapazitiert). Spenderproben werden in der Regel eingefroren und sind bereits aufbereitet.
  • Insemination (Einführung der Samenprobe)
  • Schwangerschaftstest
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Welche Proben muss mein Mann bestehen, um eine homologe Insemination durchzuführen?

durch Patricia Recuerda Tomás (embryologin).

Folgende Untersuchungen werden beim Mann vor der homologen Insemination durchgeführt: Serologien negativ für HCV, HBV (HBsAg, HBsAc, HBcAc), HIV 1 und 2, RPR.

Wenn eine Normozoospermie vorliegt, werden mehr als 5 Millionen bewegliche Spermien aus früheren Spermiogrammen wiederentnommen.

Ist die homologe Insemination bei serodiskordanten Paaren und gesunden Paaren gleich?

durch Sara Salgado (embryologin).

Nein. Wenn ein Partner mit HIV infiziert ist, müssen eine Reihe von Präventivmaßnahmen ergriffen werden. Daher sollten Techniken der assistierten Reproduktion in einem spezialisierten Zentrum mit einem separaten Labor für infektiöse Proben durchgeführt werden.

Wenn der Mann der Träger von HIV ist, ist es notwendig, den Samen zu waschen, um sicherzustellen, dass kein Risiko einer Übertragung der Krankheit während der Schwangerschaft besteht, sowohl auf die Mutter als auch auf das Baby.

Wenn es die Frau ist, die HIV hat, sollte ein Bluttest durchgeführt werden, um die Viruslast und die Anzahl der verfügbaren CD4-Lymphozyten zu sehen. Wenn die Viruslast niedrig oder nicht nachweisbar ist und die Lymphozyten erhöht sind, kann eine homologe Insemination durchgeführt werden. Die Frau sollte antiretrovirale Medikamente einnehmen und während der gesamten Schwangerschaft eine umfassende und spezialisierte Nachsorge durchführen.

Kann ich mich ohne Einverständnis meines Mannes künstlich befruchten lassen?

durch Sara Salgado (embryologin).

Das ist nicht möglich. Wenn die Frau verheiratet ist, ist die Zustimmung ihres Mannes für die assistierte Reproduktionsbehandlung erforderlich, sei es für die künstliche Befruchtung oder die In-vitro-Fertilisation.

Der einzige Fall, in dem die Zustimmung des Mannes nicht erforderlich ist, wäre im Falle einer Trennung und wenn die Frau auf Spendersamen zurückgreift, da er nicht als rechtlicher Vater des Kindes angesehen würde und keine Verantwortung für das Kind hätte.

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Literaturverzeichnis

Ibérico G, Vioque J, Ariza N, Lozano JM, Roca M, Llàcer J, Bernabeu R (2004). Analysis of factors influencing pregnancy rates in homologous intrauterine insemination. Fertil Steril;81:1308 – 1313.

Sociedad Española de Fertilidad. Registro Nacional de Actividad 2016-Registro SEF (ver)

The ESHRE Capri Workshop Group (2009). Intrauterine insemination. Human Reproduction Update; 15 (3): 265–277.64

Fragen die Nutzer stellten: 'Was sind die wichtigsten Schritte in einer IUI?', 'Welche Proben muss mein Mann bestehen, um eine homologe Insemination durchzuführen?', 'Ist die homologe Insemination bei serodiskordanten Paaren und gesunden Paaren gleich?' Und 'Kann ich mich ohne Einverständnis meines Mannes künstlich befruchten lassen?'.

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Autoren und Mitwirkende

 Andrea Rodrigo
Andrea Rodrigo
Embryologin
Abschluss in Biotechnologie an der Polytechnischen Universität Valencia (UPV) mit Master-Abschluss in Biotechnologie der assistierten Humanreproduktion, unterrichtet von der Universität Valencia in Zusammenarbeit mit dem Valencianischen Institut für Unfruchtbarkeit (IVI). Postgraduierte Expertin für medizinische Genetik. Mehr über Andrea Rodrigo
Dr. Gorka Barrenetxea Ziarrusta
Dr. Gorka Barrenetxea Ziarrusta
Gynäkologe
Abschluss in Medizin und Chirurgie an der Universität Navarra. Promotion in Medizin und Chirurgie an der Universität Baskenlande/Euskal Herriko Unibertsitatea. Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe (MIR). Er verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung und ist ordentlicher Professor an der Universität Baskenland/Euskal Herriko Unibertsitatea. Er ist außerdem Professor für den Master menschlicher Fortplanzung an der Universität Madrid. Vizepräsident der spanischen Vereinigung für Fruchtbarkeit, SEF. Mehr über Dr. Gorka Barrenetxea Ziarrusta
Zulassungsnummer: 484806591
 Patricia Recuerda Tomás
Patricia Recuerda Tomás
Embryologin
Abschluss in Biologie an der Universität Alcalá de Henares. Master-Abschluss in Theoretische Grundlagen und Laborverfahren der assistierten Reproduktion an der Universität Valencia. Umfangreiche Erfahrung in mehreren Labors für assistierte Reproduktion. Mehr über Patricia Recuerda Tomás
Zulassungsnummer: 19882M
 Sara Salgado
Sara Salgado
Embryologin
Abschluss in Biochemie und Molekularbiologie an der Universidad del Pais Vasco (UPV/EHU), mit Masterabschluss in assistierter Reproduktion an der Universidad Complutense de Madrid (UCM). Universitätsabschluss in Genetischer Diagnostik an der Universidad de Valencia (UV). Mehr über Sara Salgado
 Zaira Salvador
Zaira Salvador
Embryologin
Abschluss in Biotechnologie an der Polytechnischen Universität Valencia (UPV) und Spezialistin für assistierte Reproduktion mit Masterabschluss in Human Reproduction Biotechnology am Instituto Valenciano de Infertilidad (IVI) und der Universität Valencia. Mehr über Zaira Salvador
Auf deutsch angepasst von:
 Romina Packan
Romina Packan
inviTRA Staff
Chefredakteurin und Übersetzerin für die deutsche Ausgabe von inviTRA. Mehr über Romina Packan

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