Welche Indikationen gibt es für eine künstliche Befruchtung?

durch (embryologin), (gynäkologin), (embryologin) Und (invitra staff).
Aktualisiert am 14/05/2019

Die künstliche Befruchtung (IUI) ist eine kostengünstige und relativ simple Kinderwunschbehandlung. Normalerweise ist sie angezeigt, wenn es für die Spermien schwierig ist, die Gebärmutter auf natürliche Weise zu erreichen.

Diese Technik ermöglicht es jedoch nicht immer, eine Schwangerschaft zu erreichen, da eine Reihe von grundlegenden Anforderungen erfüllt sein müssen. Aus diesem Grund fragen sich viele, wann eine künstliche Befruchtung durchgeführt werden sollte.

Abhängig vom Sterilitätsproblem und den Umständen der jeweiligen Patientin wird eine homologe Insemination oder heterologe Insemination angezeigt. In diesem Artikel erläutern wir, wann welche Form der künstlichen Befruchtung empfohlen wird.

Im Anschluss finden Sie ein Inhaltsverzeichnis mit allen Punkten, die wir in diesem Artikel behandeln.

Indikationen der homologen Insemination

Die homologe Insemination ist eine Methode in der Kinderwunschbehandlung, bei der das eigene Sperma des Ehepartners verwendet wird. Sie wird bei Frauen unter 35-37 Jahren empfohlen.

Das Paar selbst kann sich in eine oder mehreren der folgenden Situationen befinden, die wir im folgenden näher beschreiben. Wenn beide Mitglieder des Paares betroffen sind, handelt es sich um eine Sterilität gemischten Ursprungs, da die Unfähigkeit zur Schwangerschaft sowohl durch Probleme im Mann als auch in der Frau verursacht wird.

Sterilität weiblicher Herkunft

Die homologe Insemination wird in Fällen angezeigt, in denen das Problem auf die Sterilität der Frau zurückzuführen ist, solange folgende Ursache vorliegt:

Probleme im Gebärmutterhals
Veränderungen in der Qualität im Zervixschleim, die verhindern, dass Spermien in die Gebärmutter oder Eileiter gelangen, da der Schleim als Barriere wirkt.
Probleme in der Gebärmutter
Anomalien in der Anatomie oder Funktion der Gebärmutter, wie z.B. Gebärmutterfehlbildungen, Gebärmutterfibroide, Endometriose, intrauterine Verwachsungen, etc.
Vaginismus
unwillkürliche Kontraktion der Vaginamuskeln, die die Ablagerung von Sperma verhindert.
Ovulatorische Dysfunktion
es gibt Unregelmäßigkeiten im Eisprung wie Anovulation, polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS), etc....

Sterilität männlicher Herkunft

Die homologe künstliche Befruchtung ist auch dann angezeigt, wenn das Problem durch den Mann verursacht wird, so wie:

  • Veränderungen in der Spermienqualität, die nach einem Seminogramm bei einem Mann beobachtet werden können. Es bezieht sich auf eine Verringerung der Qualität, Quantität und Morphologie der Spermien.
  • Unfähigkeit, Sperma in der Scheide abzulegen, was auf vorzeitige Ejakulation, psychogene Impotenz, Hypospadie oder retrograde Ejakulation zurückzuführen sein kann.
  • Fälle von oligoastenoteratozoospermie: Samenproben mit geringer Menge, Problemen in der Mobilität und Morphologie der Spermien.

Sterilität unbekannter Herkunft

Sterilität unbekannter Herkunft ist die Sterilität, die auftritt, wenn Fruchtbarkeitstests bei dem Paar (sowohl bei Männern als auch bei Frauen) normale Ergebnisse anzeigen, aber trotzdem keine Schwangerschaft erreicht wird.

Auf der einen Seite hat die Frau regelmäßige Menstruationszyklen und eine Gebärmutter mit normaler Morphologie. Außerdem fehlt es an Polypen oder Myomen, d.h. es gibt keine Uterusveränderungen.

Auf der anderen Seite weißt der Mann keine Anomalie auf und sein Seminogramm zeigt Werte im normalen Bereich, so dass seine Spermienqualität in Bezug auf Morphologie, Quantität, Mobilität usw. gut ist.

Sterilität immunologischer Ursache

Die homologe Insemination wird empfohlen, wenn es zu einer immunologischen Veränderung kommt, die auf das Vorhandensein von Antispermatozoid-Antikörpern zurückzuführen ist, die die Beweglichkeit des Spermatozoids, die Penetration in den Gebärmutterschleim oder sogar die Interaktion zwischen den Gameten (Eizelle und Spermatozoid) beeinträchtigen.

Wenn diese Antikörper im Gebärmutterschleim vorhanden sind, wäre die Lösung, das Sperma des Ehepartners direkt in der Gebärmutter abzulegen. Dadurch wird verhindert, dass die Abwehrmechanismen der Vagina der Frau angreifen.

Indikationen der homologen Insemination

Bei der künstlichen Befruchtung mit Spender (heterologe Insemination) wird, wie der Name schon sagt, Sperma von einem anonymen Spender verwendet und ist in den unten beschriebenen Fällen angezeigt.

Fehlen eines männlichen Partners.

In Fällen, in denen es keinen männlichen Partner gibt und der Wunsch nach einer Schwangerschaft besteht, kann eine künstliche Befruchtung mit Spendersamen durchgeführt werden. Dazu gehören alleinstehende Frauen oder lesbische Paare, die sich dafür entscheiden, Mütter zu werden.

Dazu müssen sie die folgenden Anforderungen erfüllen:

  • Da es sich um Frauen ohne männlichen Partner handelt, die offensichtlich keine Fruchtbarkeitsprobleme haben, liegt die Altersgrenze bei 40 Jahren, statt unter 35-37 Jahren, wie bei der homologen Insemination.
  • Keine Vorgeschichte von Genitalinfektionen und Beckenoperationen.
  • Es darf keine Endometriose Typ III oder Typ IV, d.h. mittlere oder schwere Endometriose, vorliegen.

Mit männlichem Partner ohne die Möglichkeit der Spermieneinbringung

Bei Paaren zwischen Mann und Frau kann es aus verschiedenen Gründen erforderlich sein, eine künstliche Befruchtung mit Spendersamen zu verwenden. Diese erläutern wir im folgenden näher:

  • Schwere männliche Unfruchtbarkeit, wie z.B. eine sekretorische Azoospermie. In diesem Fall tauchen keine Spermien im Samen und es kann keine Befruchtung stattfinden.
  • Vorgeschichten von Erbkrankheiten beim Mann ohne Behandlung mit der Präimplantationsdiagnostik (PID).
  • Sexuell übertragbare Krankheit beim Mann nach mehreren Spermienwäschen. Das bedeutet, dass bei seropositiven Patienten (HIV-infiziert, Hepatitis B....) eine Samenwäsche durchgeführt werden muss. Dadurch werden die Spermien von den anderen Bestandteilen des Samens getrennt und das Risiko einer Übertragung auf Mutter und Baby reduziert. Wenn nach den molekularen Tests zur Überprüfung der aufeinanderfolgenden Waschgänge noch eine Viruslast festgestellt wird, wird die Insemination mit Spendersamen verwendet.
  • Rh-Inkompatibilität des Paares. Dies geschieht, wenn die Mutter Rh negativ und der Vater Rh positiv ist. Wenn der Fötus das Rh-Positiv vom Vater erbt, werden beim Kontakt zwischen dem mütterlichen und fetalen Blut mütterliche Antikörper (Abwehrkräfte) produziert. Dies hat negative Folgen für die Schwangerschaft, da es Aborte verursachen kann. Die Mutter ist in der Regel isoimmunisiert, so dass es kein Problem gibt, kann aber in bestimmten Fällen nicht gelöst werden und es muss auf eine heterologe Insemination zurückgegriffen werden.

Wann keine künstliche Befruchtung durchgeführt werden soll

Die künstliche Befruchtung ist die Technik der assistierten Reproduktion, die weniger Eingriffe durch den Spezialisten erfordert.

Viele Menschen entscheiden sich für sie, weil sie bequemer und günstiger ist. Wenn jedoch die notwendigen Voraussetzungen nicht erfüllt sind, besteht möglicherweise keine Chance, mit dieser Methode eine Schwangerschaft zu erreichen.

Um eine künstliche Befruchtung, sowohl homolog als auch heterolog, durchzuführen, ist es notwendig, dass die Patientin folgendes erfüllt:

  • Durchlässige Eileiter, d.h. der Durchgang durch sie ist nicht blockiert. Dies kann durch Laparoskopie oder Hysterosalpingografie (HSG) überprüft werden.
  • Möglichkeit eines spontanen oder durch hormonelle Medikamente ausgelösten Eisprungs.
  • Alter unter 35-37 Jahren. Der Grund ist, dass mit zunehmendem Alter die Eierstockreserve abnimmt und die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft sinkt. Das bedeutet nicht, dass es für diese Frauen unmöglich sein wird, mit dieser Methode schwanger zu werden, aber oft sind die Chancen so gering, dass es sich nicht lohnt. In diesen Fällen wird eine In-vitro-Fertilisation empfohlen.

Wenn es sich also beispielsweise um eine Frau handelt, die eine Sterilisation hatte, darf sie sich unter keinen Umständen einer künstlichen Befruchtung unterziehen, weder mit Samen ihres Ehepartners noch mit dem eines Spenders. Der Grund dafür ist, dass Ihre Eileiter blockiert sind und die Spermien nie in der Lage sein werden, sich mit der Eizelle zur Befruchtung zu treffen- das bedeutet, dass eine der Grundvoraussetzungen für eine künstliche Befruchtung nicht erfüllt wird. Die Lösung in diesem Fall wäre deshalb eine in-vitro Fertilisation.

Was den männlichen Part betrifft, ist es notwendig, dass der Samen eine gute Qualität aufweist, damit die Spermien in der Lage sind, das gesamte weibliche Fortpflanzungssystem selbst zu durchqueren, die Eileiter zu erreichen und die Eizelle zu befruchten.

Wenn die Samenqualität des zukünftigen Vaters nicht ausreicht, besteht die Möglichkeit, eine In-vitro-Fertilisation (IVF) durchzuführen oder Spendersamen mit ausgezeichneter Spermienqualität zu verwenden.

Fragen die Nutzer stellten

Kann ich mit 35 mich künstlich befruchten lassen?

durch Dra. Laura García de Miguel (gynäkologin).

Eine künstliche Befruchtung kann im Alter von 35 Jahren durchgeführt werden. Dies ist ein günstiges Alter, da ab 38 Jahren nicht mehr die Befruchtung, sondern die In-vitro-Fertilisation empfohlen wird (da die Qualität der Eier und die Chancen auf eine Schwangerschaft geringer sind).

Wenn alle Parameter der Untersuchung der Eizellen, die Durchgängigkeit der Eileiter und die Samenparameter stimmen, kann die künstliche Befruchtung im Alter von 35 Jahren -in der Hoffnung auf ein gutes Ergebnis - durchgeführt werden. Es werden 3 oder 4 Befruchtungszyklen empfohlen. Das bedeutet, wenn nach drei oder vier Versuchen (in drei oder vier verschiedenen Monaten) keine Schwangerschaft erreicht wurde, empfiehlt es sich, auf die In-Vitro-Fertilisation umzusteigen.

Kann ich mit einer durchgängigen und einer verstopften Eileiter Mutter durch künstliche Befruchtung werden?

durch Andrea Rodrigo (embryologin).

Wenn mindestens einer der Eileiter durchlässig ist, können Spermien und Eizelle in Kontakt kommen und eine Befruchtung ermöglichen. Daher ist eine Schwangerschaft mit nur einem Eileiter möglich.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Erfolgsaussichten geringer sind.

Das Seminogramm zeigt auf, dass eine moderate Astenospermie vorliegt. Sollte eine IA oder lieber eine IVF-ICSI gemacht werden?

durch Andrea Rodrigo (embryologin).

Asthenozoospermie bezieht sich auf Probleme der Spermienmobilität. Bei einem hohen Anteil an Spermien mit schlechter oder gar keiner Mobilität ist es unwahrscheinlich, dass die Spermien nach der Insemination die Eizelle erreichen und befruchten können. Obwohl es vom Grad der Asthenospermie abhängt, ist es wahrscheinlicher, dass die IVF-ICSI geeigneter ist.

Ist irgendeine Vorbereitung auf die künstliche Befruchtung nötig?

durch Marta Barranquero Gómez (embryologin).

Vor der künstlichen Befruchtung sollte eine Follikelstimulation durchgeführt werden. Dabei werden verschiedene Ultraschallkontrollen durchgeführt um den besten Zeitpunkt für eine Befruchtung zu bestimmen.

Welche Risiken treten bei der künstlichen Befruchtung auf?

durch Marta Barranquero Gómez (embryologin).

Obwohl es sich um keine sehr gefährliche Behandlung handelt, gehören zu den größten Risiken dennoch die Möglichkeit einer Mehrlingsschwangerschaft, einer Eileiterschwangerschaft oder einer ovariellen Überstimulation.

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Fragen die Nutzer stellten: 'Kann ich mit 35 mich künstlich befruchten lassen?', 'Kann ich mit einer durchgängigen und einer verstopften Eileiter Mutter durch künstliche Befruchtung werden?', 'Das Seminogramm zeigt auf, dass eine moderate Astenospermie vorliegt. Sollte eine IA oder lieber eine IVF-ICSI gemacht werden?', 'Ist irgendeine Vorbereitung auf die künstliche Befruchtung nötig?' Und 'Welche Risiken treten bei der künstlichen Befruchtung auf?'.

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Autoren und Mitwirkende

 Andrea Rodrigo
Andrea Rodrigo
Embryologin
Abschluss in Biotechnologie an der Polytechnischen Universität Valencia (UPV) mit Master-Abschluss in Biotechnologie der assistierten Humanreproduktion, unterrichtet von der Universität Valencia in Zusammenarbeit mit dem Valencianischen Institut für Unfruchtbarkeit (IVI). Postgraduierte Expertin für medizinische Genetik. Mehr über Andrea Rodrigo
Dra.  Laura  García de Miguel
Dra. Laura García de Miguel
Gynäkologin
Studium der Medizin und Chirurgie an der Universitat Autònoma de Barcelona mit Schwerpunkt Gynäkologie und Geburtshilfe am Hospital Universitario Sant Joan de Déu. Master-Abschluss in Humanreproduktion der Universität Complutense Madrid und ist derzeit Ärztliche Direktorin der Clinica Tambre in Madrid. Mehr über Dra. Laura García de Miguel
Zulassungsnummer: 280843059
 Marta Barranquero Gómez
Marta Barranquero Gómez
Embryologin
Abschluss in Biochemie und Biomedizin an der Universität Valencia (UV) und spezialisiert auf Assistierte Reproduktion an der Universität Alcalá de Henares (UAH) in Zusammenarbeit mit Ginefiv und in klinischer Genetik an der Universität Alcalá de Henares (UAH). Mehr über Marta Barranquero Gómez
Auf deutsch angepasst von:
 Romina Packan
Romina Packan
inviTRA Staff
Chefredakteurin und Übersetzerin für die deutsche Ausgabe von inviTRA. Mehr über Romina Packan

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