Intrauterine Insemination (IUI): Methoden, Kosten und Risiken

durch (gynäkologe), (embryologin), (embryologin) Und (invitra staff).
Aktualisiert am 20/11/2020

Die Intrauterine Insemination (IUI) ist eine einfache,und kostengünstige Technik in der assistierten Reproduktion. Bei dieser Methode erreichen die Spermien nicht auf natürliche Weise die Gebärmutter der Frau, sondern werden über eine Kanüle eingeführt. Das Ziel dabei ist, die Befruchtung zu erleichtern damit die Patientin zum Schluss schwanger wird.

Dies ist ein schmerzfreies Verfahren und viel weniger invasiv als andere Reproduktionstechniken wie die In-vitro-Fertilisation (IVF). Je nach Herkunft der verwendeten Samenprobe unterscheiden zwischen wir zwei Arten:

  • Homologe Insemination, d.h. eine Samenprobe des Paares wird verwendet. Die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft liegt in diesem Fall bei etwa 15-25%.
  • Heterologe oder donogene Insemination mit Spermien aus einer Samenbank. Die Erfolgsquote liegt bei 20-30%.

Der Preis dieser Behandlung kann zwischen den verschiedenen Kliniken variieren und hängt von den Bedürfnissen jedes Patienten oder Paares ab, liegt aber in der Regel zwischen 600-1400 €.

Im Anschluss finden Sie ein Inhaltsverzeichnis mit allen Punkten, die wir in diesem Artikel behandeln.

Was ist eine Insemination?

Die Insemination besteht darin, eine zuvor aufbereitete Samenprobe in die Gebärmutter zu legen.

Dazu führt der Spezialist transvaginal und ultraschallgesteuert eine Kanüle in die Gebärmutterhöhle ein. Der Prozess wird während des Eisprungs der Frau durchgeführt, um die Erfolgsaussichten zu erhöhen.

Die Befruchtung der Eizelle durch das Sperma erfolgt in den Eileitern, so wie es bei einer natürlichen Schwangerschaft der Fall ist. Die Unterschiede liegen in der Art und Weise, wie die Spermien in das weibliche Fortpflanzungsorgan eingebracht werden und darin, dass zuvor die besten Spermien aus der Probe ausgewählt worden waren.

Ein weiterer wichtiger Unterschied besteht darin, dass im Befruchtungsprozess der Zeitpunkt des Eisprungs der Frau durch Ultraschall beobachtet wird, um diese mit der Insemination abzustimmen und so die Erfolgsaussichten zu erhöhen.

Darüber hinaus werden der Patientin normalerweise Hormonmedikamente verabreicht, um das Follikelwachstum zu stimulieren, was auch wiederum dazu beiträgt, die Schwangerschaftsrate zu erhöhen.

Die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft ist daher etwas höher als bei Geschlechtsverkehr, obwohl sie weiterhin wesentlich von der Befruchtungskapazität der Spermien und der Einnistungsfähigkeit des daraus resultierenden Embryos abhängt.

Insemination Schritt für Schritt

Der Ablauf einer Insemination werden im Folgenden beschrieben:

Follikelpunktion
der Patientin wird eine niedrige Hormondosis (Gonadotropine) verabreicht, um die Ovarien leicht zu stimulieren, und es werden regelmäßige Kontrollen durchgeführt, um die Entwicklung der Eibläßchen (Follikel) zu bewerten.
Eisprungsaulösung
wenn in einer Kontrolle beobachtet wird, dass einer oder zwei Follikel die optimale Entwicklung aufweisen (18 mm Durchmesser), wird der Eisprung ausgelöst - meist mit dem Hormon hCG- und die Insemination wird durchgeführt.
Spermienkapazitation
dabei handelt es sich um das Aufbereiten der Samenprobe, so dass sie eine konzentrierte Menge beweglicher Spermien und keine anderen Zelltypen oder Samenplasma enthält.
Insemination
zum Zeitpunkt des Eisprungs wird eine kleine Samenprobe (in der Regel 0,5 ml) über eine Kanüle in die Gebärmutter der Frau eingeführt. Eine Anästhesie ist nicht erforderlich.
Unterstützung der Lutealphase
Progesteron wird oral oder vaginal verabreicht, um die Einnistung des Embryos in die Gebärmutterschleimhaut und damit den Beginn der Schwangerschaft zu erleichtern.

Arten der Insemination

Je nach Herkunft der verwendeten Samenprobe unterscheiden wir zwei Arten:

  • Homologe Insemination (durch Samenprobe des Partners).
  • Heterologe Insemination.

Wir können auch die Insemination anhand der genauen Position des weiblichen Fortpflanzungssystems klassifizieren, in dem sich die Spermien ablagern:

Intratubar
in den Eileitern.
Intrazervikal
am Zervix oder Gebärmutterhals.
Intravaginal
in der Vagina, genau wie beim Geschlechtsverkehr.
Intrafollikulär
im Inneren des Eierstockfollikels.
Intrauterin
in der Gebärmutterhöhle.

Die intrauterine Insemination (IUI) ist die am häufigsten verwendete Methode, da sie die besten Ergebnisse liefert. Die anderen Alternativen werden nur dort eingesetzt, wo eine IUI nicht möglich ist. Wenn wir daher von Insemination sprechen, sprechen wir im Allgemeinen von intrauteriner Insemination.

Wann sollte man eine Insemination durchführen?

Die Insemination wird in verschiedenen Fällen durchgeführt. Sollte eine Schwangerschaft sowohl mit der In-vitro-Fertilisation (IVF) als auch mit der Insemination realistisch sein, wird meistens die am wenigsten invasive Methode, d.h. die Insemination gewählt.

Fruchtbarkeitsstörungen können auf verschiedene Formen gelöst werden. Je nachdem wo die Ursache liegt, können verschiedene Inseminationarten durchgeführt werden.

Indikation bei homologer Insemination

Folgende Fruchtbarkeitsprobleme können durch eine Insemination mit Spermien des Partners gelöst werden:

  • Weibliche Sterilität aufgrund des Zervikalfaktors.
  • Leichte oder mittelschwere Endometriose
  • Störungen im Eisprungzyklus: bei polyzystischem Ovarsyndrom (PCO-Sydrom), Anovulation oder Problemen in der Follikelphase.
  • Unfähigkeit, Sperma in der Scheide abzulegen: retrograde Ejakulation, Vaginismus, vorzeitige Ejakulation, sexuelle Impotenz.
  • Milder männlicher Faktor: Veränderung der Samenparameter, obwohl sie nicht sehr schwerwiegend sein sollte, da eine Mindestanzahl von Spermien erforderlich ist, um die Insemination mit Erfolgswahrscheinlichkeit durchführen zu können.
  • Ideopathische Sterilität: Wenn frühere Analysen keine bestimmte Pathologie zeigen, wird empfohlen, mit der Insemination zu beginnen. Obwohl eine Erkrankung zunächst nicht diagnostiziert wurde, bedeutet dies nicht, dass keine vorliegt. Sie konnte nur nicht zum Zeitpunkt der Untersuchung entdeckt werden.
  • Immunologische Sterilität: Inkompatibilität zwischen dem weiblichen Fortpflanzungssystem und dem Sperma. Diese geht normal von der Frau aus, da sie Antikörper herstellt, die Spermien zerstören. Diese Ursache kommt selten vor und der genaue Mechanismus, nach dem sie funktioniert, ist noch nicht bekannt.

Indikationen bei heterologer Insemination

Obwohl die Insemination in der Regel zuerst mit Samen des zukünftigen Vaters versucht wird, gibt es Fälle, in denen es nicht möglich und somit notwendig ist, auf Spendersamen zurückzugreifen:

  • Fehlen eines männlichen Partners: bei alleinstehenden Frauen oder lesbischen Pärchen.
  • Erbkrankheiten des Mannes, deren Übertragung auf Nachkommen durch die Präimplantationsdiagnostik (PID) nicht verhindert werden kann.
  • Schwerer männlicher Faktor: für den Fall, dass nach mehreren ICSI-Zyklen keine Schwangerschaft erreicht wurde und bei der Frau keine nachteiligen Erkrankungen für diese Methode vorhanden sind.
  • Sexuell übertragbare Krankheiten bei Männern: Wenn nach mehreren Samenwäschen nicht garantiert werden kann, dass sich kein Virus im Sperma befindet, d.h. dass die Gefahr besteht, den Partner zu infizieren.

Gibt es Unterschiede zwischen Donogener und homologer Insemination?

Antwort von Gynäkologen und Facharzt für Reproduktionsmedizin Dr. Antonio Forgiarini:

Technisch gibt es keine Unterschiede zwischen der donogenen oder homologen Insemination. In beiden Fällen wird der Ovarzyklus der Patientin stimuliert, die Entwicklung der Follikel kontrolliert und, wenn die Follikel reif sind, der Eisprung ausgelöst.

Der grundlegende Unterschied besteht tatsächlich darin, dass wir in diesem Fall den Samen eines Spenders verwenden, was es uns somit ermöglicht, Probleme zu lösen die entstehen, wenn aus verschiedenen Gründen kein männliches Sperma bereitgestellt werden kann

Anforderungen

Die Insemination ist im Allgemeinen die erste empfohlene Kinderwunschbehandlung, wenn ein Paar nach 12 Monaten erfolglosen Geschlechtsverkehrs keine Schwangerschaft erreicht. Damit diese durchgeführt werden kann, sind jedoch bestimmte Bedingungen erforderlich.

Werden die Anforderungen nicht erfüllt, werden direkt andere Techniken wie die IVF angewendet.

Damit eine Insemination realistische Erfolgschancen hat und eine Schwangerschaft somit realistisch ist, gibt es bestimmte Mindestanforderungen für diese Methode. Dabei müssen folgende Bedingungen erfüllt werden:

  • Es muss das Risiko einer möglichen Infektion (Hepatitis B oder C, HIV, Syphilis, etc.) ausgeschlossen werden um sicherzustellen, dass keine Ansteckungsgefahr für den Partner oder das zukünftige Baby besteht.
  • Überprüfung der Eileiterdurchgängigkeit der Frau. Durch verschiedene Techniken wie die Hysterosalpingographie (HSG) oder die Laparoskopie kann man erkennen, ob die Eileiter funktionsfähig sind; dies ist notwendig da die Befruchtung in ihnen stattfindet.
  • Gute Spermienqualität des Partners. Ein Test zur Bestimmung der Motilität (motile Spermienzahl) über 3 Millionen progressive motile Spermien nach der Spermienaufbereitung ist erforderlich.

Schließlich gibt es noch den Faktor Alter, der die Erfolgswahrscheinlichkeit direkt beeinflusst. Im Alter von über 36 Jahren beginnen bei Frauen, die Chancen auf eine Schwangerschaft zu sinken, so dass Frauen ab 37-38 Jahren empfohlen wird, direkt auf die IVF zurückzugreifen.

Ergebnisse und Schwangerschaftswahrscheinlichkeit

Der Erfolg der Insemination wird durch viele Faktoren bestimmt, wie z.B. das Alter der Frau, die Dicke ihrer Gebärmutterschleimhaut, die Qualität der Spermien, der Zeitraum der Unfruchtbarkeit, die Unfruchtbarkeitsursache...

Die Effektivität der Ergebnisse ist von Klinik zu Klinik unterschiedlich. Die Schwangerschaftsrate einer Frau unter 35 Jahren, die mit dem Sperma ihres Ehepartners einen Zyklus durchläuft, liegt zwischen 13 und 25%. Bei Spendersamen liegt dieser Wert bei 18-29%.

Mehrere Studien zeigen, dass es sinnvoll ist, mehrere Befruchtungen hintereinander durchzuführen, wenn sich keine Schwangerschaft einstellt. Es ist am besten, 4 Inseminationszyklen durchzuführen, und wenn sich keine Schwangerschaft einstellt, sollte eine andere Kinderwunschbehandlung wie IVF oder ICSI verwendet werden. Die kumulative Rate der Schwangerschaft in diesen vier Zyklen beträgt 50-60% mit Sperma des Partners und 60-70% bei einer Samenspende.

Nach dem vierten Versuch verbessern sich die Erfolgsraten nicht mehr. Daher wird bei einem negativen Ergebnis empfohlen, die Methode zu wechseln.

Vorteile und Unterschiede zur IVF

Der Hauptvorteil der Insemination besteht darin, dass es sich um eine einfache Technik handelt, da sie im Gegensatz zur IVF keinen chirurgischen Eingriff erfordert. Außerdem ist eine Anästhesie nicht erforderlich, da der Eingriff nicht schmerzhaft ist.

Ein weiterer wichtiger Vorteil sind die Kosten. Da sie einfacher in der Durchführung ist, sinkt der Preis auch erheblich im Vergleich zu anderen Behandlungen, die mehr medizinische Instrumente oder Geräte erfordern.

Außerdem ist die Stimulationsbehandlung für die Ovarien der Patientin viel schonender als die bei der IVF, was auch dazu beiträgt, dass die Kosten geringer ausfallen.

Ein weiterer Unterschied zur IVF besteht darin, dass in der Insemination die verwendeten Eizellen zwangsläufig der zukünftigen Mutter gehören. In der IVF können die Eizellen bei Bedarf von einer Spenderin verwendet werden, da die Befruchtung im Labor stattfindet.

Darüber hinaus handelt es sich um eine Methode die dem natürlichen Prozess im Vergleich zur IVF viel näher kommt, denn obwohl das Sperma künstlich oder mit medizinischer Hilfe abgelegt wird, läuft die Befruchtung selbst auf natürliche Weise ab.

Im Vergleich zur natürlichen Schwangerschaft sind die Hauptvorteile die Verbesserung der Samenqualität durch die Spermienaufbereitung und die genaue Kontrolle des Eisprungs, was dazu führt, dass die Schwangerschaft in wenigeren Menstruationszyklen erreicht wird.

Probleme, Risiken und Nebenwirkungen

Obwohl die Anzahl der Probleme im Zusammenhang mit der Insemination abnimmt, kann es manchmal zu mehreren Komplikationen kommen, wie die unten aufgeführten:

  • Ovarielles Überstimulationssyndrom (OHSS): entsteht durch eine übermäßige Reaktion auf Hormonmedikamente. Die Stimulationen bei Inseminationsbehandlungen sind jedoch in der Regel mild und die Entwicklung der Eierstöcke wird jederzeit per Ultraschall überwacht, so dass das Risiko überschaubar ist.
  • Mehrlingsschwangerschaften: durch die Stimulation mehrerer Follikel können vor allem bei jungen Frauen Mehrlingsschwangerschaften auftreten. Allerdings sind die Kliniken zunehmend bestrebt, diese Situation zu vermeiden, da eine Mehrlingsgeburt viel mehr Risiken während der Schwangerschaft und Geburt birgt.
  • Extrauterine Schwangerschaft: bei der Insemination besteht ein Risiko von 4%, während das Risiko in einem natürlichen Zyklus bei 0,8% liegt.
  • Fehlgeburt: tritt hauptsächlich in den ersten Wochen der Schwangerschaft auf und die Rate beträgt 20%.
  • Infektionen: kommt aufgrund aseptischer und steriler Protokolle in Kinderwunschkliniken sehr selten vor, auch wenn die Möglichkeit nicht ganz ausgeschlossen werden kann.

Was die Nebenwirkungen des Prozesses betrifft, so sind sie weder schwerwiegend noch kommen sie häufig vor, obwohl Unannehmlichkeiten oder Unwohlsein durch das verabreichte Medikament oder die Einführung der Kanüle entstehen können, die nach einer Insemination leichte Blutungen verursachen kann.

Kosten

Die Kosten für eine homologe Insemination können von Klinik zu Klinik variieren. Die Kosten in Deutschland reichen von 200€ € bis über 1.000 €.

Die Gesamtkosten enthalten in der Regel nicht die Medikamente zur Stimulierung, so dass zusätzliche Ausgaben für Progesteron zum Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, falls notwendig, hinzukommen.

Wenn eine Insemination mit Spendersamen durchgeführt werden soll, liegt der Endpreis bei etwa 900-1.400€, da die Notwendigkeit, auf Sperma von einer Bank zurückzugreifen, den Prozess verteuert.

Einige Kliniken bieten Rabatte auf eine zweite und dritte Insemination an, daher wird empfohlen, vor Beginn des ersten Zyklus nach einer detaillierten Kostenaufstellung zu fragen.

Obwohl die Krankenkasse diese Behandlung bezuschusst, sind die Anforderungen streng und viele Paare sind gezwungen, diese aus eigener Tasche zu bezahlen.

Wenn Sie eine künstliche Befruchtung oder andere Behandlung in der assistierten Reproduktion benötigen, empfehlen wir Ihnen diesen persönlichen Fruchtbarkeitsbericht mit Einzelheiten und Kostenvoranschlägen der Kliniken Ihrer Nähe, die unseren strengen Qualitätskriterien entsprechen. Außerdem finden Sie hier nützliche Tipps für Ihren ersten Besuch in der Kinderwunschklinik.

Heiminsemination

Obwohl viele die Heiminsemination, auch Bechermethode genannt, als eine Art Inseminationsbehandlung betrachten, ist sie es nicht. Die Insemination ist ein medizinisch assistierter Reproduktionsprozess, so dass wir, wenn das Verfahren zu Hause durchgeführt wird, nicht unbedingt von assistierter Reproduktion sprechen.

Mit der Insemination wird die Schwangerschaftsrate durch die Aufbereitung der Gebärmutterschleimhaut und des Samens verbessert. Der Erfolg der Bechermethode ist jedoch nicht besser oder schlechter als über Geschlechtsverkehr.

Dieser Prozess ist bei Single-Frauen oder lesbischen Paaren ohne weibliche Fruchtbarkeitsprobleme üblich, um eine natürliche Schwangerschaft zu erreichen, ohne mit einem Mann Sex zu haben oder in eine Kinderwunschklinik zu gehen.

Mehr Infos zur Heiminsemination finden Sie hier: Wie funktioniert eine Heiminsemination?

Fragen die Nutzer stellten

Kann ich Single-Mutter werden mit künstlicher Befruchtung?

durch Patricia Recuerda Tomás (embryologin).

Ja, man kann ohne einen männlichen Partner Mutter werden. Die Wahrscheinlichkeit, mit der künstlichen Befruchtung mit anonymem Spendersamen eine Schwangerschaft zu erreichen, wird durch die persönlichen Eigenschaften jedes Patienten bestimmt. Ihre Erfolgsraten hängen davon ab, ob frühere Erkankungen der Eileiter vorliegen und vom Alter der Patientin.

Wenn ich alleinerziehend bin, ist es dann besser, künstliche Befruchtung oder In-vitro-Fertilisation zu verwenden, wo liegt der Unterschied?

durch Rebeca Reus (embryologin).

Jeder Fall sollte von Fall zu Fall bewertet werden, aber normalerweise, im Falle von alleinstehenden Frauen ohne Anzeichen von Sterilität, ist die Technik der Wahl die künstliche Befruchtung. Denn es ist für die Patientin komfortabler und billiger, da die Befruchtung eher bei der Frau als im Labor stattfindet und weniger hormonelle Medikamente benötigt werden.

In Fällen, in denen es Anzeichen dafür gibt, dass eine Schwangerschaft durch künstliche Befruchtung nicht erreicht werden kann, wird die in vitro Fertilisation (IVF) gewählt. Wenn die Frau z.B. verstopfte Eileiter oder eine niedrige Eierstockreserve hat, ist eine IVF vorzuziehen.

Sind die Symptome der Schwangerschaft nach der künstlichen Befruchtung die gleichen wie bei einer natürlichen Schwangerschaft?

durch Rebeca Reus (embryologin).

Ja, sie sind sehr ähnlich. Im Falle einer künstlichen Befruchtung kann es jedoch auch ein anderes Symptom geben, das sich aus der für die Stimulation der Eierstöcke notwendigen hormonellen Medikation ergibt.

Kann ich nach der künstlichen Befruchtung Sex haben?

durch Rebeca Reus (embryologin).

Ja, solange es nicht wehtut oder der Spezialist es kontraindiziert hat. Tatsächlich empfehlen einige Experten es, weil sie argumentieren, dass es die Chancen auf eine Schwangerschaft erhöht.

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Fragen die Nutzer stellten: 'Kann ich Single-Mutter werden mit künstlicher Befruchtung?', 'Wenn ich alleinerziehend bin, ist es dann besser, künstliche Befruchtung oder In-vitro-Fertilisation zu verwenden, wo liegt der Unterschied?', 'Sind die Symptome der Schwangerschaft nach der künstlichen Befruchtung die gleichen wie bei einer natürlichen Schwangerschaft?' Und 'Kann ich nach der künstlichen Befruchtung Sex haben?'.

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Autoren und Mitwirkende

Dr. Antonio Forgiarini
Dr. Antonio Forgiarini
Gynäkologe
Bachelorabschluss in Medizin an der Università degli Studi di Roma “Tor Vergata”, spezialisiert auf Geburtshilfe und Gynäkologie am Universitätsklinikum Valencia. Master in der Humanreproduktion und derzeit Gynäkologe mit Spezialisierung auf assistierte Reprodutkion im Krankenhaus Millet e IMER Valencia. Mehr über Dr. Antonio Forgiarini
Zulassungsnummer: 464621719
 Patricia Recuerda Tomás
Patricia Recuerda Tomás
Embryologin
Abschluss in Biologie an der Universität Alcalá de Henares. Master-Abschluss in Theoretische Grundlagen und Laborverfahren der assistierten Reproduktion an der Universität Valencia. Umfangreiche Erfahrung in mehreren Labors für assistierte Reproduktion. Mehr über Patricia Recuerda Tomás
Zulassungsnummer: 19882M
 Rebeca Reus
Rebeca Reus
Embryologin
Abschluss in Humanbiologie (Biomedizin) an der Universitat Pompeu Fabra (UPF), mit Masterabschluss im Labor für klinische Analysen und Masterabschluss in Theoretische Grundlagen und Laborverfahren der assistierten Reproduktion an der Universität Valencia (UV). Mehr über Rebeca Reus
Auf deutsch angepasst von:
 Romina Packan
Romina Packan
inviTRA Staff
Chefredakteurin und Übersetzerin für die deutsche Ausgabe von inviTRA. Mehr über Romina Packan

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