Mit Eizellenspende schwanger werden: Symptome und Erfolgsrate

durch (gynäkologe), (gynäkologin), (embryologin) Und (invitra staff).
Aktualisiert am 07/10/2019

Die Eizellenspende wird unter der assistierten Reproduktion als die letzte Möglichkeit, schwanger zu werden, betrachtet, da die schwere Entscheidung getroffen werden muss, auf die Genetik der Mutter zu verzichten. Daher haben Kinder, die durch Eizellenspende geboren werden, die genetische Ausstattung des Vaters, nicht aber der Mutter, da die Eizelle von einer anonymen Spenderin stammt.

Die meisten Paare akzeptieren die Eizellspende nach langer erfolgloser In-vitro-Fertilisation (IVF) mit ihren eigenen Eizellen. Schließlich können sie sehen, wie sich ihr Traum erfüllt, wenn sie überhaupt durch eine Eizellenspende schwanger werden.

Wann wird eine Eizellenspende notwendig?

Die Hauptgründe, die eine Frau dazu bringen auf eine Eizellenspende zurückzugreifen, sind folgende:

  • Ihre eigenen Eier weisen genetische Veränderungen auf, die auf die Nachkommen weitergegeben werden können.
  • Mit eigenen Eiern sind zahlreiche Kinderwunschbehandlungen gescheitert.
  • Die Eizellenqualität ist schlecht.
  • Verlust der Eierstockfunktion durch Krebsbehandlungen.
  • Vorzeitiges Versagen der Eierstöcke.
  • Fehlende Eierstöcke

Einige dieser Situationen haben einen gemeinsamen Grund weshalb sich sich heute so viele Frauen der Eizellenspende zuwenden: dem Alter. Die Verzögerung der Mutterschaft in den letzten Jahren hat zu einer Zunahme der Behandlungen der assistierten Reproduktion und der Eizellenspende geführt. Ab dem 38. Lebensjahr steigt die Wahrscheinlichkeit, dass man auf Spendeeiern zurückgreifen muss, um schwanger zu werden.

Das sagt Dr. Silvia Macías, Gynäkologin mit Schwerpunkt Reproduktionsmedizin:

Unter den häufigsten Situationen in unserem Praxisalltag finden wir Patientinnen im Alter von etwa 40 Jahren oder älter vor, die zwar noch jung sind, jedoch eine geringe Eizellenqualität aufweisen.

Der Umgang mit der Eizellenspende

Der Gedanke, dass Ihre Kinder durch eine Eizellenspende geboren werden, und somit die genetische Belastung einer fremden Person tragen, ist nicht einfach. Allerdings ist die Eizellspende oft die endgültige Lösung für viele Paare, um Eltern zu werden.

Sich für die Eizellenspende zu entscheiden fällt den werdenden Eltern schwer. Die Entscheidung muss daher bewusst getroffen werden. Es wird daher empfohlen, zuhause in aller Ruhe die Entscheidung abzuwägen und diese nicht überhastet in der Praxis zu treffen. Dabei ist es wichtig im Detail zu wissen, was diese Methode bedeutet und dass beide zustimmen und sich ihrer Entscheidung sicher sind.

Viele Paare suchen sich psychologische Unterstützung um ihre Entscheidung zu erleichtern. Dies hilft ihnen zu verstehen, was eine Eizellenspende bedeutet und können somit klar und deutlich erkennen, was sie auf diesem Weg erwartet ohne dabei emotionale Folgen oder eventuelle Reuegefühle fürchten zu müssen. Sie sollten dabei das Bild von Vater und Mutter überdenken. Eltern sind diejenigen, die das Kind groß- und erziehen, nicht jene, die das genetische Material bereitstellen.

Schwangerschaft mit Eizellenspende

Paare, die zunächst durch Eizellenspende schwanger werden, nach langer Zeit mit fehlgeschlagenen Reproduktionsbehandlungen wie künstlicher Befruchtung oder In-vitro-Fertilisation (IVF), erleben ein solches Glück, dass sie überzeugt sind, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Erfolgsraten

Die Schwangerschaftsraten mit Spendereiern sind höher als bei einer In-vitro-Fertilisation mit eigenen Eiern. Der Grund dafür ist, dass die Mehrheit der Frauen, die eine Kinderwunschklink besuchen, ein fortgeschrittenes mütterliches Alter hat, während die Spenderinnen junge Frauen mit qualitativ hochwertigen Eiern sind.

Der Prozentsatz der Schwangerschaft durch Eizellenspende erreicht 60% nach einem ersten Embryotransfer. Sie kann bei späteren Versuchen auf bis zu 90% ansteigen. Die Geburtenrate oder Baby-Take-Home-Rate beträgt etwa 40% nach jedem Transfer.

Wenn es sich bei der Spende um gefrorene Eizellen handelt, nehmen die Erfolgsraten aufgrund der Eizellenqualität nach dem Gefrierprozess ab. Die heute als Eizellenvitrifizierung bekannte Technik bietet jedoch Überlebensraten von fast 99%.

Schwangerschaftssymptome

In dem Moment, in dem die Mutter die ersten Schwangerschaftssymptome Symptome zu bemerken beginnt, fühlt sie das Kind als ihr eigenes und die Bedeutung der Genetik steht an zweiter Stelle.

Obwohl es sich bei den Eizellspenderinnen um junge, gesunde Frauen handelt, die sich einer umfangreichen medizinischen und psychologischen Untersuchung unterzogen haben, ist die Schwangerschaft mit Eizellenspende nicht, wie bei jeder anderen Schwangerschaft, von möglichen Risiken oder Komplikationen ausgenommen. Es ist wichtig, die üblichen Routineuntersuchungen durchzuführen- egal wie die Schwangerschaft erreicht wurde.

Ebenso sind die Symptome, die eine Frau während der Schwangerschaft von Monat zu Monat erlebt, bei einer durch Eizellenspende erreichten Schwangerschaft die gleichen wie bei einer natürlich erreichten. Was diese Symptome sind, erfahren Sie im nächsten Beitrag: Schwangerschaftssymptome.

Fragen die Nutzer stellten

Wieviele IVF-Versuche sind notwendig, bevor zur Eizellenspende zurückgegriffen wird?

durch Dr. Mark P. Trolice (gynäkologe).

Eine Antwort auf diese Frage ist schwierig, da die Fruchtbarkeit eine Investition in physischer, emotionaler und wirtschaftlicher Hinsicht ist. Außer in den Wechseljahren kann man nie sagen, dass die Erfolgsrate mit den eigenen Eiern 0% beträgt. Mit fortschreitendem Alter, insbesondere wenn die Frau 39 Jahre alt ist und darüber hinaus die Ergebnisse eines Ovarialreservetests unbefriedigend sind (sehr niedrige Werte der AMH und/oder hoher FSH), sind die Erfolgsaussichten bei IVF gering.

Daher ist es nicht möglich, eine bestimmte Anzahl von IVF-Zyklen zu empfehlen, bevor man auf die Eizellspende zurückgreift. Auf jeden Fall sollte die Eizellenspende gewählt werden, wenn ein früherer IVF-Zyklus wegen geringer Reaktion abgebrochen wurde oder weil die Anzahl der gewonnenen Eizellen sehr gering ist und die embryonale Entwicklung trotz der Verwendung einer hohen Dosis an Medikamenten unzureichend ist.

Ist das Baby gefährdet, später an Erkrankungen der Spenderin zu leiden?

durch Zaira Salvador (embryologin).

Da die Eizellspender gründlich untersucht wurden, sollte die Angst, dass das Baby eine erbliche Krankheit hat, verschwinden. Es ist auch nicht notwendig, eine Fruchtwasseruntersuchung durchzuführen, um zu sehen, ob es Fehlbildungen gibt, da es sich um einen invasiven Test handelt, der ein Risiko für die Entwicklung des Babys darstellen kann. Zur Beruhigung der Mutter, können nicht-invasive Techniken wie triple screening gewählt werden.

Schaut mir das Baby ähnlich bei einer Eizellenspende?

durch Zaira Salvador (embryologin).

Die Verantwortlichen für die Auswahl des Spenders in einer Klinik prüfen zunächst die Kompatibilität der Blutgruppe mit dem Empfänger. Phänotypische Merkmale wie ethnische Zugehörigkeit, Gewicht, Größe, Haare und Augenfarbe werden anschließend verglichen. Daher gibt es in der Regel Ähnlichkeiten zwischen der Mutter und dem zukünftigen Kind.

Obwohl die Genetik für die Entwicklung des Babys wichtig ist, spielen Bildung und Umwelt auch eine wichtige Rolle bei der Bildung von Persönlichkeit und Charakter.

Was passiert, wenn die Eizellenspenderin mein Kind kennenlernen will?

durch Zaira Salvador (embryologin).

Die Spende von Eizellen in Spanien ist anonym, so dass es für die Spenderin nicht möglich sein wird, Kontakt mit dem Baby aufzunehmen, noch sollte die Spenderin die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass das Baby es wissen möchte, wenn es älter ist.

Besteht die Möglichkeit einer Zwillings-oder Mehrlingsschwangerschaft bei einer Eizellenspende?

durch Zaira Salvador (embryologin).

Wenn während der Eizellenspende zwei Embryonen in die Gebärmutter übertragen werden, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit einer Zwillingsschwangerschaft. Dies ist die bevorzugte Option für viele Paare, die den gesamten Prozess nur einmal durchlaufen wollen. Es besteht jedoch das Risiko einer Mehrfachschwangerschaft, wenn ein Embryo in zwei geteilt wird.

Für Sie empfohlen

Wenn Sie wissen möchten, wie die Eizellenspende abläuft, lesen Sie hier weiter: Was ist eine Eizellenspende?

Wir haben auch über die Fruchtwasseruntersuchung oder den Triple-Test als diagnostische Tests für mögliche Anomalien beim Fötus geredet. Um mehr darüber zu erfahren, lesen Sie diesen Artikel: Invasive und nicht-invasive pränatale Diagnoseverfahren.

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Literaturverzeichnis

Autoren und Mitwirkende

Dr. Mark P. Trolice
Dr. Mark P. Trolice
Gynäkologe
Doktor der Medizin, spezialisiert auf Gynäkologie und Geburtshilfe, von der Rutgers Robert Wood Johnson Medical School of New Jersey (USA). Außerordentlicher Professor an der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe der University of Central Florida College of Medicine. Direktor der Fertilitätsklinik: The IVF-Center. Titel Bester Arzt in Amerika. Mehr über Dr. Mark P. Trolice
Zulassungsnummer Florida: ME 78893
Dra. Silvia Macías Arce
Dra. Silvia Macías Arce
Gynäkologin
Medizinstudium an der Universität Cadiz mit den Schwerpunkten Geburtshilfe und Gynäkologie sowie Teilfachgebiet Endoskopie. Master-Abschluss in Assistierter menschlicher Reproduktion der Universität Sevilla. Expertin für Gynäkologische Forschung und Brust- und Vulvar-Pathologie sowie Expertin für Uteruspathologie, Menopause und Fortpflanzung an der Universität Barcelona. Mehr über Dra. Silvia Macías Arce
Zulassungsnummer: 411109763
 Zaira Salvador
Zaira Salvador
Embryologin
Abschluss in Biotechnologie an der Polytechnischen Universität Valencia (UPV) und Spezialistin für assistierte Reproduktion mit Masterabschluss in Human Reproduction Biotechnology am Instituto Valenciano de Infertilidad (IVI) und der Universität Valencia. Mehr über Zaira Salvador
Auf deutsch angepasst von:
 Romina Packan
Romina Packan
inviTRA Staff
Chefredakteurin und Übersetzerin für die deutsche Ausgabe von inviTRA. Mehr über Romina Packan

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