Was ist die Spanische Vereinigung für Fruchtbarkeit (SEF)?

durch (embryologin) Und (invitra staff).
Aktualisiert am 21/08/2019

Die spanische Vereinigung für Fruchtbarkeit (Sociedad Española de Fertilidad, SEF) ist eine gemeinnützige wissenschaftliche Vereinigung. Ihr Ziel ist es, Studien zur Fruchtbarkeit und der assistierten Reproduktion zu verbreiten. Sie ist auch für die Beratung der Staatsverwaltung und anderer Stellen sowie für die Verbreitung von Wissen zuständig.

Sie ist eine der wichtigsten Einrichtungen auf medizinischer Ebene und stellt allen Menschen verschiedene Dokumente zum Thema menschliche Fruchtbarkeit zur Verfügung.

Geschichte der SEF

Sie wurde 1953 von José Botella Llusiá, einem Forscher und Arzt mit Schwerpunkt Gynäkologie und Geburtshilfe, gegründet. Diese Gesellschaft erhielt den Namen Sociedad Española para el Estudio de la Esterilidad (dt: Spanische Vereinigung zur Studie der Sterilität) und war der International Federation of Fertility Societies (IFFS) angeschlossen.

Einige der wichtigsten Daten für die Geschichte des Unternehmens sind:

  • 1978 erhielt sie den Namen Sociedad Española de Fertilidad.
  • 1990 wurde das Register über die Techniken der assistierten Reproduktion geschaffen.
  • 1997 wurde die SEF Teil der Ständigen Nationalkommission für assistierte Reproduktion.
  • Im Jahr 2009 wurde mit dem spanischen Ministerium für Gesundheit und Sozialpolitik eine Vereinbarung über die Übermittlung und Verwaltung der im Register enthaltenen Daten unterzeichnet.
  • Das erste offizielle Magazin der SEF wurde 2014 veröffentlicht: Medicina Reproductiva y Embriología Clínica, MEDRE (dt: Reproduktionsmedizin und klinische Embryologie).

Darüberhinaus wurde die SEF seit ihrer Gründung von verschiedenen Präsidenten geleitet- Luis Martínez Navarro ist der derzeitige Vorsitzende der SEF.

Auszeichnungen

In den letzten Jahren wurde die SEF für ihre Tätigkeit auf dem Gebiet der assistierten Reproduktion und Fruchtbarkeit mehrfach ausgezeichnet. Einige der Auszeichnungen sind unten aufgeführt.

  • Auszeichnung für Qualität im nationalen Gesundheitssystem im Jahr 2010. Sie wurde wegen ihres öffentlich zugänglichen Informationssystems verliehen, welches die Qualität der von den Kinderwunschkliniken im Jahr 2010 erbrachten Leistungen bewertet.
  • Gold Star Award, der vom Institute for Professional Excellence als Anerkennung für ihre professionelle Arbeit und ihr Engagement mit Spitzenleistungen im Jahr 2015 verliehen wurde.

Ziele des Projekts

Das Hauptziel des SEF ist die Förderung von Studien und deren Anwendung auf soziale Probleme im Zusammenhang mit der Fruchtbarkeit. Darüber hinaus arbeitet die SEF mit der Staatsverwaltung und anderen Einrichtungen (Verbände, Provinzkorporationen, Stiftungen usw.) im Bereich der reproduktiven Gesundheit zusammen. Die Einheit setzt sich auch für die Weiterbildung in Spanien ein.

Schließlich richtet die SEF Akkreditierungen für spanische Fachkräfte oder Kinderwunschzentren ein, die den Anforderungen an die Qualität der Pflege und des Betriebs entsprechen.

Die SEF organisiert alle zwei Jahre den Nationalen Kongress der Spanischen Gesellschaft für Fertilität.

Bücher und Publikationen

Die SEF, die Interessengruppen und ihre Mitarbeiter sind für die Herausgabe mehrerer Monographien über Fruchtbarkeit und Reproduktionsbiologie verantwortlich. So gibt es eine Vielzahl von Publikationen und Büchern, die für alle Personen nützlich sind, die sich für den Bereich der Fortpflanzung und Fruchtbarkeit interessieren. Einige der Dokumente sind kostenlos, andere müssen bezahlt werden.

Nachfolgend finden Sie eine Liste der wichtigsten Publikationen:

  • Behandlung der Patientin mit Endometriose im fruchtbaren Alter.
  • Empfehlungen für den Umgang mit wiederholten Fehlgeburten.
  • Auswirkungen von Unfruchtbarkeit und grundlegenden endokrinen Pathologien auf die Nachkommenschaft.
  • Handbuch der Andrologie.
  • Einnistungsstörungen in der assistierten Reproduktion.

Normen für die Arbeitsweise

Die Interessengruppen müssen über eine definierte Struktur mit konkreten Zielen verfügen und an die Regeln des Vorstands der Gesellschaft angepasst sein.

Darüber hinaus ermöglicht die Idee der Zusammenarbeit mit anderen Interessengruppen der SEF, sich der funktionalen Struktur anderer wissenschaftlicher Gesellschaften im Bereich der assistierten Reproduktion zu nähern. All dies muss ohne Bürokratisierung oder Wiederholung von Funktionen und Pflichten in der Gesellschaft geschehen.

Erfolgsraten der SEF

Die Erfolgsraten der Kinderwunschbehandlungen sind sehr wichtige Daten für Patienten; diese ermöglichen es ihnen, für ihren Kinderwunsch die beste Klinik rauszuchen.

Diese Daten werden jährlich von der SEF veröffentlicht, deren Mitglieder dafür verantwortlich sind, alle Ergebnisse der spanischen Kinderwunschzentren zusammenzustellen und eine statistische Analyse durchzuführen. Der letzte von der SEF veröffentlichte Bericht zeigt die Ergebnisse für 2016 (Registro Nacional de Actividad 2016-Registro SEF).

Die SEF repräsentiert differenzierte Erfolgsraten in 3 Altersgruppen von Frauen. Darüber hinaus wird berücksichtigt, ob es sich um eigene oder gespendete Gameten handelt, ob es sich um die Rate der klinischen Schwangerschaft, der Geburt usw. handelt.

Kurz gesagt, die Techniken der assistierten Reproduktion und ihre Erfolgsraten beinhalten Folgendes:

Künstliche Befruchtung mit Samen vom Partner oder Ehemann (homologe Insemination)
Sie ist die einfachste Behandlung und weist die höchste Erfolgsrate bei Frauen unter 35 Jahren auf. Die Möglichkeit, mit den eigenen Gameten schwanger zu werden, nimmt mit zunehmendem Alter ab.
Künstliche Befruchtung mit Spendersamen (donogene Insemination)
diese Technik verwendet Spendersamen, so dass die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft höher ist als bei der homologen Insemination.
In-vitro-Fertilisation (IVF)
wird bei schwerwiegenderen Fällen von Unfruchtbarkeit eingesetzt. Die Erfolgsrate entspricht der Verwendung von Gameten (Eizellen und Sperma) des Paares und die größte Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft besteht bei Frauen unter 35.
IVF mit Eizellenspende
bei der Eizellenspende (Ovodonation) ist das Alter der Frau nicht so entscheidend für den Behandlungserfolg, denn die verwendeten Eier stammen von jungen und gesunden Spendern.

Wenn Sie mehr über den Erfolg der verschiedenen Techniken der assistierten Reproduktion erfahren möchten, können Sie den folgenden Artikel besuchen: Erfolgsquoten in der Kinderwunschbehandlung.

Bioethik-Beratung

Dieser Service umfasst die bioethische und rechtliche Beratung im Bereich der assistierten Reproduktion, da sie zu großen Kontroversen führt. Sie konzentriert sich auf die Lösung von Problemen, die sich aus der Beziehung zu den Patienten, der beruflichen Verantwortung, der Spende von Gameten usw. ergeben.

Es handelt sich um einen vertraulichen Dienst, der dem Berufsgeheimnis unterliegt, so dass die Informationen nur dem Berater bekannt sind, der die Unterstützung leistet. Es wird auch keine vermittelnde Person eingeschaltet.

Fragen die Nutzer stellten

Wer kann eine Interessengruppe der SEF bilden?

durch Marta Barranquero Gómez (embryologin).

Alle Mitglieder der SEF, die dies wünschen und anfragen, können den Interessengruppen angehören. Auf diese Weise kann jedes Mitglied Ideen für Projekte vorschlagen und über andere Projekte informiert werden. Diese Korrespondenz wird über das Sekretariat der SEF abgewickelt.

Gibt es irgendwelche Anforderungen, um eine Interessensgruppe der SEF zu bilden?

durch Marta Barranquero Gómez (embryologin).

Bei der Bildung von Interessengruppen sollten nur Effizienzkriterien berücksichtigt werden, um eine übermäßige Arbeitsteilung zu vermeiden.

Welchem Gesetz unterliegt die SEF?

durch Marta Barranquero Gómez (embryologin).

Die SEF wird in allgemeiner Weise durch das Organgesetz 1/2002 vom 22. März 2002 über das Vereinigungsrecht geregelt. Darüber hinaus stützt sie sich auf die verschiedenen Statuten und auf die Beschlüsse der Generalversammlung und des Vorstands.

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Literaturverzeichnis

Autor

 Marta Barranquero Gómez
Marta Barranquero Gómez
Embryologin
Abschluss in Biochemie und Biomedizin an der Universität Valencia (UV) und spezialisiert auf Assistierte Reproduktion an der Universität Alcalá de Henares (UAH) in Zusammenarbeit mit Ginefiv und in klinischer Genetik an der Universität Alcalá de Henares (UAH). Mehr über Marta Barranquero Gómez
Auf deutsch angepasst von:
 Romina Packan
Romina Packan
inviTRA Staff
Chefredakteurin und Übersetzerin für die deutsche Ausgabe von inviTRA. Mehr über Romina Packan

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