Utrogest: Zweck, Anwendung und Nebenwirkungen

durch (embryologin), (gynäkologin) Und (invitra staff).
Aktualisiert am 18/05/2020

Utrogest ist ein Medikament, das bei Kinderwunschbehandlungen eingesetzt wird, um die Einnistung des Embryos und damit die Schwangerschaft zu fördern.

Obwohl es sich um ein verschreibungspflichtiges Medikament handelt, wird empfohlen, die Packungsbeilage sorgfältig zu lesen und die Anweisungen des Spezialisten zu befolgen, um Nebenwirkungen zu vermeiden.

Im Anschluss finden Sie ein Inhaltsverzeichnis mit allen Punkten, die wir in diesem Artikel behandeln.

Zusammensetzung von Utrogest

Der Wirkstoff von Utrogest ist Progesteron. Es handelt sich also um ein Medikament, das zur Gruppe der Gestagene gehört.

Darüber hinaus enthält Utrogestan Erdnussöl, Sojalezithin, Gelatine, Glyzerin und Titandioxid (E171).

Progesteron ist ein Hormon, das in den Eierstockzyklus einer Frau eingreift und dazu beiträgt, die Gebärmutter im richtigen Zustand für die Entwicklung einer Schwangerschaft zu halten.

Verpackung und Kosten

Je nach Hormondosis gibt es zwei Aufmachungen von Utrogest:

Utrogest 200 mg.
Es handelt sich dabei um eine Schachtel mit 15 Weichkapseln mit jeweils 200 mg Progesteron. Der Preis liegt bei 21,65. Darüberhinaus gibt es noch Utrogest mit 6 Blisterpackungen, d.h. 90 Tabletten mit 200mg Progesteron, und die Kosten liegen bei 58,14€
Utrogest 100 mg.
Es handelt sich um eine Schachtel mit 30 Kapseln von 100mg Progesteron und kostet 19,90€.

Indikationen

Utrogest wird in den folgenden Fällen verwendet:

  • Veränderungen im Zusammenhang mit Progesteronmangel.
  • Unregelmäßigkeiten im Menstruationszyklus.
  • Hormonersatztherapie bei Menopause.
  • Für Progesteronersatz bei Eizelltransplantation.
  • IVF-Behandlung, zur Ergänzung der Lutealphase.
  • Verhinderung von habituellen Aborten aufgrund von Lutealinsuffizienz.

Wie wird Utrogest eingenommen?

Utrogestan kann sowohl vaginal als auch oral verabreicht werden. Die allgemein empfohlenen Dosen sind:

  • Vaginal: zwischen 200 mg und 600 mg täglich. Die Kapseln, auch Eizellen genannt, sollten in die Scheide eingeführt und mit dem Finger in die Gebärmutter eingeführt werden.
  • Oral: zwischen 200 und 300 Milligramm (mg) pro Tag. Normalerweise 200 mg nachts, wenn Sie zu Bett gehen, oder 100 mg morgens und 200 mg zur Schlafenszeit.

Diese Art der Behandlung muss jedoch vom Facharzt genau kontrolliert werden, wobei versucht werden muss, die Dosis, die Verabreichungsform und die Dauer so weit wie möglich anzupassen.

Wenn Sie während der Behandlung vergessen haben, eine Dosis einzunehmen, ist es wichtig, keine doppelte Dosis einzunehmen, um die vergessene Dosis auszugleichen. Der Spezialist sollte konsultiert werden, damit er angeben kann, was zu tun ist.

Bei Beginn einer Behandlung mit Progesteron kann eine kleine Blutung auftreten. Es ist wichtig, diese Entzugsblutung nicht mit der Menstruation zu verwechseln, da sie leichter, kürzer und weniger schmerzhaft ist als die Menstruationsblutung.

Kontraindikationen

In den folgenden Fällen darf Utrogest nicht eingenommen werden:

  • Allergie gegen Progesteron.
  • Bei Thromboembolien.
  • Bei Nicht diagnostizierten vaginalen Blutungen.
  • Bei Leberproblemen.

Symptome und Nebenwirkungen

Obwohl die Symptome, die sich aus der Behandlung mit Utrogest ergeben, je nach Dosis und Situation der einzelnen Patienten stark variieren, sind sich viele Frauen einig, dass die Symptome denen einer Schwangerschaft ähneln.

EInige Beispiele davon sind:

  • Störungen im Menstruationszyklus.
  • Zwischenblutungen.
  • Amenorrhoe (Ausbleiben der Menstruation) oder verminderte Menstruationsblutungen.
  • Schläfrigkeit und Tiefschlaf
  • Bauchschmerzen.
  • Schwellung des Abdomens und der Brust.
  • Schwindel oder Benommenheit.

Da es zu Schläfrigkeit und/oder Schwindelgefühl kommen kann, sollte man beim Fahren und während des Bedienens von Maschinen besondere Aufmerksamkeit walten lassen.

Da Progesteron andererseits in der Muttermilch ausgeschieden wird, wird von seiner Verwendung während der Stillzeit abgeraten.

Da es sich beim Progesteron um das Hormon handelt, welches in der Schwangerschaft ansteigt, muss es in Bezug auf die Schwangerschaft nicht zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen.

Wenn andere Symptome oder Nebenwirkungen beobachtet werden, wird empfohlen, dass Sie Ihren Arzt direkt befragen.

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Autoren und Mitwirkende

 Andrea Rodrigo
Andrea Rodrigo
Embryologin
Abschluss in Biotechnologie an der Polytechnischen Universität Valencia (UPV) mit Master-Abschluss in Biotechnologie der assistierten Humanreproduktion, unterrichtet von der Universität Valencia in Zusammenarbeit mit dem Valencianischen Institut für Unfruchtbarkeit (IVI). Postgraduierte Expertin für medizinische Genetik. Mehr über Andrea Rodrigo
Dra. Paloma de la Fuente Vaquero
Dra. Paloma de la Fuente Vaquero
Gynäkologin
Abschluss des Medizinstudiums an der Universidad Complutense Madrid mit Master-Abschluss in Humanreproduktion und Doktorat in Medizin und Chirurgie an der Universität Sevilla. Als Mitglied der Spanischen Gesellschaft für Fertilität (SEF) und der Spanischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SEGO) übt sie derzeit ihre Tätigkeit als Gynäkologin mit Schwerpunkt assistierte Reproduktion in der Klinik YES! Reproducción aus. Mehr über Dra. Paloma de la Fuente Vaquero
Zulassungsnummer: 4117294
Auf deutsch angepasst von:
 Romina Packan
Romina Packan
inviTRA Staff
Chefredakteurin und Übersetzerin für die deutsche Ausgabe von inviTRA. Mehr über Romina Packan

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