Was sind die wichtigsten Vorteile der In-vitro-Fertilisation?

durch (gynäkologin), (embryologin) Und (invitra staff).
Aktualisiert am 11/06/2019

Die In-vitro-Fertilisation (IVF) ist heutzutage bei Sterilität die am häufigsten genutzte Methode.

Beide Arten der IVF, die konventionelle IVF und die IVF-ICSI (intrazytoplasmatische Spermieninjektion), ermöglichen es vielen Frauen, schwanger zu werden, auch wenn sie oder ihr Partner ernsthafte Probleme mit der Fruchtbarkeit haben.

Die IVF bietet große Vorteile gegenüber niedrigkomplexen Behandlungen wie der künstlichen Befruchtung (IUI), kann aber auch einige Nachteile haben.

Im Anschluss finden Sie ein Inhaltsverzeichnis mit allen Punkten, die wir in diesem Artikel behandeln.

Vorteile der IVF

Bei der IVF unterzieht sich die Patientin einer Follikelstimulation um eine größere Anzahl von Eizellen zu erhalten, um so sie im Labor mit dem Samen des Partners oder anonymen Spenders zu befruchten.

Anschließend wird die Entwicklung der in der Kultur gewonnenen Embryonen beobachtet und schließlich wird der beste Embryo in die Gebärmutter der Frau übertragen, um eine Schwangerschaft zu erreichen.

Dieser ganze Prozess, obwohl technisch sehr teuer, hat mehrere Vorteile, und deshalb ist die IVF die am weitesten verbreitete Kinderwunschbehandlung in allen Kinderwunschkliniken.

Derzeit sind 25% der Behandlungen in Deutschland IVF-Zyklen. Als nächstes erläutern wir ihre Vorteile im Vergleich zu anderen Techniken wie der IUI.

Erfolgsraten

Die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft mit IVF ist viel höher als mit der IUI.

Dies sind die Erfolgsraten, die laut dem neuesten Bericht der SEF (Spanische Vereinigung für Fruchtbarkeit) für jede festgelegte Altersgruppe ermittelt wurden:

Frauen unter 35
die Schwangerschaftsrate pro IVF-Zyklus beträgt 29%, während die Schwangerschaftsrate pro IUI-Zyklus 14% beträgt.
Frauen zwischen 35-39
die Schwangerschaftsrate pro IVF-Zyklus beträgt 24%, während die Schwangerschaftsrate pro IUI-Zyklus 13% beträgt.
Frauen über 40
die Schwangerschaftsrate pro IVF-Zyklus beträgt 12%, während die Schwangerschaftsrate pro IUI-Zyklus 10% beträgt.

Offensichtlich beginnt bei Frauen im fortgeschrittenen mütterlichen Alter, die bereits eine niedrige Eizellenqualität haben, der Erfolg der IVF zu gefährden, weshalb es notwendig ist, ergänzende Techniken wie die genetische Präimplantationsdiagnostik (PID) oder die Eizellenspende anzuwenden, um eine Schwangerschaft zu erreichen.

Anforderungen

Für die IVF werden die Eizellen direkt aus dem Eierstock mittels einer Follikelpunktion gewonnen. So können Patienten mit verstopften Eileitern diese Behandlung ohne Beeinträchtigung der Erfolgsrate durchführen.

Das Gleiche gilt für sterilisierte Frauen, deren Eileiter nicht durchlässig sind. Die einzig mögliche Behandlung dieser Patientinnen, die ihre Sterilisierung bereuen, ist die IVF.

Außerdem erfordert die IVF keine regelmäßigen Menstruationszyklen oder spontanen Eisprung, da dies alles mit hormonellen Medikamenten kontrolliert wird.

Embryonenqualität

Einer der wichtigsten Vorteile der IVF ist, dass sie es uns ermöglicht, die Entwicklung der Embryonen von der Befruchtung bis zum Transfer täglich zu beobachten.

Dies ermöglicht es, bestimmte qualitätsbezogene Parameter ihrer Morphologie zu bewerten, wie beispielsweise die folgenden:

  • Anzahl der Zellen
  • Fragmentierungsgrad
  • Symmetrie
  • Anzahl der Kerne
  • Sonstiges: Vakuolen, Zona pellucida, Zytoplasma, etc.

Dabei wird jedem der Embryonen ein Qualitätsgrad zugeordnet, um denjenigen auszuwählen, der die beste Chance auf eine Implantation hat.

Vitrifizierung

Die Vitrifizierung ist eine Gefriertechnik bei Eizellen und Embryonen, die eine sehr hohe Überlebensrate gewährleistet und die die IVF-Zyklen stark optimiert hat.

Nach der Follikelstimulation und der Befruchtung im Labor werden mehrere Embryonen gewonnen, die bei entsprechender Qualität für den Transfer in die Gebärmutter geeignet sein können. Das Embryonenschutzgesetz erlaubt jedoch nur den Transfer von maximal 1, 2 oder in Ausnahmefällen 3 Embryonen.

Die Vitrifizierung ermöglicht daher die Kryokonservierung überschüssiger IVF-Embryonen für zukünftige Embryotransfers, wenn der erste nicht erfolgreich ist oder andererseits in Zukunft ein zweites Kind gewünscht wird. In diesen Fällen wäre nur eine Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut notwendig, ohne den gesamten IVF-Prozess durchlaufen zu müssen.

Darüber hinaus ist die Eizellenvitrifizierung die Technik, die verwendet wird, um die Fruchtbarkeit von Frauen zu erhalten, die sich entscheiden, später Mütter zu werden. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Eizellenqualität zum Zeitpunkt der IVF gut ist und die Schwangerschaftsrate nicht durch das Alter beeinflusst wird.

Wenn Sie mehr über diese Gefriertechnik erfahren möchten, klicken Sie auf diesen Link: Kryokonservierung und Vitrifizierung von Keimzellen und Embryonen.

PID

Paare, die eine PID in ihren Embryonen durchführen müssen, sowohl wegen des Risikos der Übertragung einer Erbkrankheit auf die Nachkommen als auch wegen möglicher chromosomaler Veränderungen, die zu Aborte führen, müssen sich zwangsläufig einer IVF-Behandlung unterziehen.

Tatsächlich muss bei der PID die IVF-ICSI angewandt werden, die mehr Vorteile als die konventionelle IVF bietet.

Die PID ermöglicht die Identifizierung von Embryonen mit einer DNA-Mutation, die verworfen werden, und gewährleistet den Transfer genetisch gesunder Embryonen in die Gebärmutter der zukünftigen Mutter.

Alle Details zu dieser Behandlung erfahren Sie im folgenden Artikel: Was ist die Präimplantationsdiagnostik?

Schwere männliche Unfruchtbarkeit

Für eine natürliche Schwangerschaft ist es notwendig, dass der Mann eine optimale Samenqualität mit einer hohen Konzentration an mobilen Spermien und einer guten Morphologie aufweist.

Wenn diese Parameter stark beeinträchtigt sind, was zu schweren Problemen bei der männlichen Unfruchtbarkeit führt, ist die einzig mögliche Technik zur Sicherstellung der Schwangerschaft die IVF-ICSI.

Zum Beispiel konnten Männern dank der IVF bei folgenden Fruchtbarkeitsproblemen Väter werden:

Männer, denen Spermien im Ejakulat fehlen, sei es aufgrund von Vasektomie oder anderen Sterilitätsproblemen, müssen die Spermienprobe durch eine Nebenhodenbiopsie oder Hodenbiopsie entnehmen. Da diese Spermien von sehr schlechter Qualität sind, muss die Befruchtung unbedingt durch Spermienmikroinjektion erfolgen.

Außerdem ist es für Krebspatienten wichtig, dass sie sich vor der Krebsbehandlung ihre Samenproben einfrieren lassen, damit sie später Väter werden können.

Diese gefrorenen Samenproben können sowohl für die IUI als auch für die IVF verwendet werden. Da es sich jedoch um wertvolle Samenproben handelt, ist es üblicher, eine IVF durchzuführen, da die Erfolgswahrscheinlichkeit höher ist.

Fragen die Nutzer stellten

Hat es irgendwelche Vorteile die IVF mit einer PID zu kombinieren, auch wenn keine Indikation vorliegt?

durch Dra. Elena Santiago Romero (gynäkologin).

Sie ist immer ein weiteres Werkzeug, das uns noch mehr Informationen liefert. Bei der PID handelt es sich um eine Technik, die es uns ermöglicht, chromosomal normale Embryonen auszuwählen, und somit die Schwangerschaftsrate für jeden übertragenen Embryo erhöht und das Risiko einer Fehlgeburt reduziert.

Welche Vorteile hat die IUI gegenüber der IVF?

durch Zaira Salvador (embryologin).

Die künstliche Befruchtung ist in der Regel die erste Behandlung, wenn Patienten in eine Kinderwunschklinik gehen, da sie einfach, schnell und schmerzlos ist. Darüber hinaus ist der Stimulationsprozess der Follikel im Vergleich zur IVF wesentlich sanfter, was mögliche Nebenwirkungen und Behandlungskosten reduziert.

Höhere Dosen von hormonellen Medikamenten sowie chirurgische Eingriffe unter Narkose zur Gewinnung der Eier sind die Hauptnachteile der IVF. Der Endpreis der Behandlung ist auch viel teurer für das gesamte benötigte Material, Personal und die Technik.

Ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, mit der IVF Zwillinge zu bekommen?

durch Zaira Salvador (embryologin).

Einer der allgemeinen Nachteile der assistierten Reproduktion ist die erhöhte Wahrscheinlichkeit einer Zwillingsschwangerschaft, die hauptsächlich auf den Prozess der Stimulation der Eierstöcke und die Praxis des Transfers von mehr als einem Embryo nach der IVF zurückzuführen ist.

Aus diesem Grund wird heute zunehmend der Transfer eines einzelnen Embryos gefördert, um die Mehrlingsrate und die damit verbundenen Risiken zu reduzieren. In den letzten 10 Jahren konnte die Doppelgeburtenrate nach der Behandlung der assistierten Reproduktion bereits um 8% gesenkt werden.

Gibt es irgendwelche Vor- oder Nachteile in der ICSI gegenüber der normalen IVF?

durch Zaira Salvador (embryologin).

Die herkömmlichen IVF- und ICSI-Prozesse sind in Bezug auf Behandlung, Medikation und Prozess identisch, die die Patientin befolgen muss. In diesem Sinne gibt es keine Vor- oder Nachteile für die eine oder andere Methode.

Der einzige Unterschied besteht im Labor in der Art und Weise, wie sich Eizelle und Sperma verbinden (Befruchtung). Die konventionelle IVF ist weniger invasiv als die ICSI, da die Spermien selbst mit eigenen Mitteln in die Eizelle gelangen müssen. Dies bringt uns dem biologischen Prozess näher, indem es die natürliche Selektion der Spermien mit dem größten Fortpflanzungspotential ermöglicht und damit mit der größten Wahrscheinlichkeit, einen lebensfähigen Embryo hervorzubringen, der sich zu einem gesunden Kind entwickeln kann.

Bei der ICSI wird ihrerseits ein Spermatozoid durch Mikroinjektion erzwungenerweise in die Eizelle eingebracht. Dadurch ist die Befruchtungsrate höher als bei der konventionellen IVF.

Mehr darüber erfahren Sie hier: Was ist besser? IVF oder ICSI?

Die Kosten einer IUI sind ein wichtiger Aspekt für mich, habe jedoch eine undurchgängige Eileiter. Sollte ich deswegen besser eine IVF machen lassen?

durch Zaira Salvador (embryologin).

Während es wahr ist, dass die Kosten der künstlichen Befruchtung ein klarer Vorteil gegenüber der IVF sind, sollte der Erfolgswahrscheinlichkeit Vorrang gegeben werden. Mit nur einem durchlässigen Eileiter reduziert sich die Möglichkeit einer Schwangerschaft mit künstlicher Befruchtung, so dass es notwendig wäre zu beurteilen, ob es ratsam ist, eine IUI oder IVF durchzuführen.

Es ist ratsam, bei der Wahl der anzuwendenden Technik alle Vor- und Nachteile zu berücksichtigen.

Welche Vorteile einer In-vitro-Fertilisation gibt es für den Menschen?

durch Zaira Salvador (embryologin).

Die In-vitro-Fertilisation ermöglicht eine Schwangerschaft bei vielen Frauen und Paaren, die ein Kind haben wollen und es nicht auf natürliche Weise schaffen. Sieist die wichtigste reproduktionsmedizinische Technik zur Lösung schwerer Fruchtbarkeitsprobleme bei Männern und Frauen und wird derzeit bei 42% der unfruchtbaren Patienten eingesetzt.

Wir legen viel Arbeit in die Redaktion der Artikel. Wenn Sie diesen Artikel teilen, helfen und motivieren Sie uns mit unserer Arbeit.

Literaturverzeichnis

Autoren und Mitwirkende

Dra. Elena Santiago Romero
Dra. Elena Santiago Romero
Gynäkologin
Abschluss in Medizin und Chirurgie an der Universidad Autónoma de Madrid. Master-Abschluss in Human Reproduction der Universidad Rey Juan Carlos und IVI. Jahrelange Erfahrung als Fachärztin für Gynäkologie in der assistierten Reproduktion. Mehr über Dra. Elena Santiago Romero
Zulassungsnummer: 282864218
 Zaira Salvador
Zaira Salvador
Embryologin
Abschluss in Biotechnologie an der Polytechnischen Universität Valencia (UPV) und Spezialistin für assistierte Reproduktion mit Masterabschluss in Human Reproduction Biotechnology am Instituto Valenciano de Infertilidad (IVI) und der Universität Valencia. Mehr über Zaira Salvador
Auf deutsch angepasst von:
 Romina Packan
Romina Packan
inviTRA Staff
Chefredakteurin und Übersetzerin für die deutsche Ausgabe von inviTRA. Mehr über Romina Packan

Alles über assistierte Reproduktion auf unseren Kanälen.